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Die Europäische Wildkatze erobert Bayerns Wälder schon seit einigen Jahren langsam wieder zurück.

Neues Forschungsprojekt zur Wildkatze

In einem Forschungsprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), soll die Lebensraumnutzung der scheuen Wildkatze genauer erforscht werden. Das Projekt läuft in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge und Schweinfurt. Es wird vom StMELF mit 18.000 € gefördert.

Im neuen Forschungsprojekt zur Wildkatze soll herausgefunden werden, ob die Wildkatze neben dem Wald, auch das Offenland als Lebensraum nutzt. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber möchte mit dem Schutz der seltenen Tierart wieder einen Teil der bayerischen Heimat zurückholen. Die Ergebnisse aus diesem Modellgebiet sollen auf die Gesamtfläche Bayerns übertragen werden. Ergebnisse des Forschungsprojekts werden bis Ende des Jahres 2020 erwartet.

Wildkatzenbestände erholen sich langsam

Zurzeit leben schätzungsweise wieder 700 Wildkatzen in Bayern, Tendenz steigend. Die Ministerin betonte, dass dies auch ein Verdienst der verantwortungsvollen Arbeit von Waldbesitzern und Förstern sei, die wertvolle Lebens- und Rückzugsräume für seltene und scheue Tierarten schaffen. Um von einem Waldgebiet ins nächste zu wandern, nutzen Wildkatzen auch das strukturreiche Offenland. Ob sie auch außerhalb des Waldes leben können, soll nun mithilfe eines bereits in Waldgebieten erfolgreich eingesetzten „Lockstock-Monitorings“ erforscht werden. Dabei werden Wildkatzen durch eine Baldrianessenz während ihrer Paarungszeit im Frühjahr angelockt. An speziell präparierten Stöcken reiben sich die Katzen und hinterlassen dort ihre Haare. Diese werden im Genlabor des Bayerischen Amts für Waldgenetik in Teisendorf untersucht und können einzelnen Individuen zugeordnet werden.

Infos: www.wildkatze.bayern.de

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Quelle: StMELF

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