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Ein neuer Service für Jagdvorsteher

Ein neuer Service für Jagdvorsteher

Das Jagdkataster ist das Herzstück bei der Führung und Verwaltung einer Jagdgenossenschaft. Der Jagdvorsteher ist rechtlich verpflichtet, ein Jagdkataster zu führen und aktuell zu halten. Diese Aufgabe erfordert oft erheblichen Arbeitsaufwand. Der Bayerische Bauernverband kann seinen Mitgliedsjagdgenossenschaften nun ein neues Servicepaket namens „WebService-Jagdkataster“ für deren Verwaltung anbieten. Ein zentraler Bestandteil sind dabei die amtlichen Liegenschaftskataster- und Geobasisdaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer und BBV-Präsident Walter Heidl unterzeichneten am Montag eine Vereinbarung über die Nutzung von Geobasisdaten und Geodiensten der Bayerischen Vermessungsverwaltung („Rahmenvereinbarung Jagd“). Pschierer stellte heraus, dass die Vermessungsämter die Landwirte, aber auch die Jagdgenossenschaften seit langem mit Daten und Diensten höchster Qualität unterstützen, wie z.B. den Bayern Viewer Agrar. Pschierer misst, wie der BBV, dem Schutz des Eigentums höchsten Stellenwert bei. „Eigentum ist Wesensbestandteil einer modernen Demokratie,“ betonte der Finanzstaatssekretär. „Mit der Bereitstellung von Grundlagendaten für die Jagdkataster hilft die Vermessungsverwaltung, das Jagdrecht als eigentumsgleiches Recht zu sichern“, so Pschierer weiter, der nach der Live-Präsentation die Benutzerfreundlichkeit des BBV-Online-Dienstes lobte.
Mehrwert für Jagdgenossenschaften
BBV-Präsident Walter Heidl begrüßte den „WebService-Jagdkataster“ als weiteren wichtigen Baustein zur Unterstützung der Jagdgenossenschaften, die Mitglied im BBV sind. Das Jagdrecht sei an Grund und Boden gebunden. Jagdgenossenschaften verwalten dabei treuhändisch das Jagdrecht ihrer Mitglieder und sind damit die tragenden Säulen der Jagd. Die Führung und Verwaltung dieser Körperschaften des öffentlichen Rechts ist mit viel Verantwortung für den Jagdvorstand verbunden. Das Jagdkataster ist dabei wichtig für die Beschlussfassung in den Versammlungen, da Stimmenzahl und Flächenanteil zählen und die sogenannte doppelte Mehrheit erreicht werden muss. Hier den Überblick zu wahren, ist für den Jagdvorsteher gerade bei kontrovers diskutierten Beschlüssen nicht immer leicht.
 
Dem Jagdvorsteher wird mit dem BBV-Dienstleistungspaket ein wichtiges Handwerkszeug bereitgestellt, das seine Arbeit spürbar einfacher macht. Der Service ist selbsterklärend und komfortabel zu bedienen. Einzig ein Internetzugang ist erforderlich. Die Kombination Jagdkataster- mit Verwaltungsprogramm beinhaltet umfangreiche Funktionen, zum Beispiel die automatisierte Erstellung der Mitgliederliste und von Stimmzetteln, die Erstellung der Jahresrechnung mit dem Reinertragsrechner, diverse Mustervordrucke für Einladung, Kassenbericht, Protokoll und vieles mehr.
 
Darüber hinaus kann er verschiedenste Karten mit den Flurstücken, Jagdgrenzen, bejagbaren Flächen und befriedeten Bezirken, Schutzgebieten oder Luftbilder seiner Jagdgenossenschaft aufrufen und auf Wunsch auch ausdrucken. „Der Jagdvorsteher kann viel Zeit einsparen und hat eine zuverlässige Datengrundlage. Unsere Landwirte nutzen die moderne Technik Internet, wie das Beispiel „Mehrfachantrag online“ zeigt. Mit unserem neuen Service können wir weitere Jagdgenossenschaften als Mitglieder gewinnen, da er einen echten Mehrwert für sie darstellt“, zeigte sich Präsident Heidl überzeugt.

Interessierte Jagdgenossenschaften können sich an die Geschäftsstellen des Bayerischen Bauernverbandes wenden.

Johann Koch BBV, München

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