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Neuer Chef für den Nürnberger Reichswald

Stabwechsel am Forstbetrieb Nürnberg: Künftig wird der 42-jährige Johannes Wurm für den Reichswald verantwortlich zeichnen. Wurm kündigte an, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Roland Blank fortzusetzen und den notwendigen Waldumbau voranzutreiben.

Nach mehr als 35 Dienstjahren hat der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, den bisherigen Leiter des Forstbetriebs Nürnberg, Roland Blank, im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. „Sie haben nicht nur den dringend notwendigen Waldumbau deutlich vorangebracht, sondern auch im Bereich Naturschutz Großes geleistet. Sie übergeben Ihrem Nachfolger einen bestens aufgestellten Forstbetrieb“, so Neft.

Roland Blank hatte den Forstbetrieb nach der Forstreform 2005 übernommen, also in nicht ganz einfachen Zeiten. Es galt nicht nur, den Wald zu bewirtschaften, sondern auch Vertrauen in die Arbeit der Staatsförster zurückzugewinnen. Geholfen hat ihm dabei sein Grundsatz „Der Wald ist für die Menschen da!“ Das gelte vor allem rund um eine Großstadt wie Nürnberg, so Blank bei seiner Verabschiedung. „Moderne Forstwirtschaft muss versuchen, die manchmal widersprüchlichen Anforderungen an den Wald auszugleichen. Die Menschen müssen verstehen, was wir tun und warum wir es tun.“ Nur so könne Forstwirtschaft die notwendige Gesellschaftliche Akzeptanz erfahren.

Ein besonderes Anliegen war mir auch die naturnahe Bewirtschaftung und der Waldumbau. Im Hinblick auf den Klimawandel hat Blank den notwendigen Waldwechsel massiv vorangetrieben: In etwa der Hälfte des Reichswaldes gibt es bereits vielfältige, arten- und strukturreiche Wälder, vor allem Laubhölzer wurden dafür aktiv eingebracht. „Der anderen Hälfte“, so Blank augenzwinkernd, „darf sich ab nächster Woche mein Nachfolger annehmen“.

Dieser Nachfolger ist der 42-jährige Forstwissenschaftler Johannes Wurm. Von ihm sagt Vorstand Neft, dass er der richtige Mann an der richtigen Stelle sei: „Sie haben die fachliche und menschliche Qualität, die Nürnberger Staatswälder weiter aufzuwerten und die hervorragende Arbeit Ihres Vorgängers fortzuführen.“ Der gebürtige Oberpfälzer Johannes Wurm studierte an der Technischen Universität München und in Yale (USA) Forstwissenschaft. An der TU München war er anschließend einige Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2011 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten und arbeitete dort in der Internen Revision und als Mitarbeiter im Vorstandsbüro. 2014 wurde er zu EUSTAFOR, dem Zusammenschluss der Europäischen Staatsforstbetriebe, in Brüssel abgeordnet. 2017 war er bereits ein dreiviertel Jahr stellvertretender Forstbetriebsleiter in Waldsassen.

„Ich werde mein Bestes geben, um die erfolgreiche Arbeit von Roland Blank fortzuführen“, so Johannes Wurm bei der Amtseinführung. „Wir werden die Wälder rund um Nürnberg auch künftig zum Wohle von Mensch und Natur bewirtschaften. Vor allem gilt es, den Waldumbau fortzuführen.“ Gerade in Metropolregionen wie Nürnberg sei es nicht immer ganz einfach, den Dreiklang aus Bewirtschaftung, Naturschutz und Erholungsfunktion zu realisieren. Wurm versprach einen konstruktiven Dialog mit allen, denen das Wohl des Nürnberger Staatswaldes am Herzen liege: „Wir haben dasselbe Ziel“, so Wurm.

Weitere Informationen zum Forstbetrieb Nürnberg im Internet: www.baysf.de/nuernberg

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