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Der Bund Deutscher Forstleute fordert von der neuen Bundesregierung die Einrichtung eines Bundesamtes für den Wald.

Neue Walddynamik mit neuer Regierung?

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) begrüßt die Ernennung der neuen Bundesregierung 171 Tage nach der Wahl und freut sich auf die rasche Abarbeitung des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD. Der Wald hat eine natürliche Dynamik, benötigt aber auch dringend eine neue politische Dynamik. Große Herausforderungen stehen ihm gegenüber.

Die Forstleute sind bereit, gemeinsam mit der neuen Forstministerin Julia Klöckner an der Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Wald und Holz zu arbeiten und die Grünen Berufe attraktiver und zukunftsfähiger zu machen – wie es im Vertrag heißt.

Erfreulich, dass Forderungen des BDF hier Eingang gefunden haben. Mindestens genau so erfreulich wäre es, wenn die „Forsten“ – und damit über 30 % der Fläche unserer Heimat Deutschland – auch wieder in Namen des zuständigen Fachministeriums auftauchen würden.

Der BDF beglückwünscht die neue Bundesregierung zur heutigen Ernennung. Besondere Glückwünsche gehen natürlich an die neue für Forstwirtschaft und den Wald zuständige Bundesministerin Julia Klöckner. Aus Rheinland-Pfalz ist sie es bereits gewohnt, dass sich die „Forsten“ auch im Namen des Ministeriums wiederfinden. Nur eine kleine Randnotiz, aber eine wegweisende für die ganze Branche.

Der BDF hatte im Vorfeld der Bundestagswahl ein Forderungspapier veröffentlicht, woraus sich nun erfreulich viele Inhalte im neuen Koalitionsvertrag und dem damit vereinbarten Regierungsfahrplan wiederfinden. Die Errichtung eines Kompetenzzentrums für Wald und Holz im Geschäftsbereich des Forstministeriums sorgt für eine weitere Zunahme von forstlichem Sachverstand. Eine ausreichende Personalausstattung mit Forstleuten ist dabei eine ganz wesentliche Grundvoraussetzung!

Weiterhin hatte der BDF gefordert, das Berufsbildungsgesetz hinsichtlich der forstlichen Ausbildungsberufe zu evaluieren und insbesondere für die voll mechanisierten Forstbetriebsarbeiten die mögliche Etablierung eines neuen Berufsbildes – neben dem bewährten Berufsabschluss Forstwirt – zu prüfen.

Der BDF steht als Berufsverband und Sozialpartner dafür bereit, gemeinsam mit dem Bundesforstministerium die Grüne Berufe attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten.

„Der Wald und die Forstwirtschaft benötigen ein rasches Engagement und eine starke Stimme in Berlin. Klimaschutz und Klimaanpassung sind ohne den Wald nicht zu machen. Aber auch der Wald selbst benötigt ein hohes Maß an Klimaschutzaktivitäten für seine Erhaltung“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF.

Lähmende Diskussionen über Zahlenspielereien bei der Erreichung von Flächenzielen im Zusammenhang mit der Sicherung der biologischen Vielfalt müssen zeitnah und fachlich qualifiziert zu Ende geführt werden. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist selbstverständlicher Teil einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Für deren kontinuierliche und ambitionierte Weiterentwicklung sowie die aktive Mitgestaltung stehen die Forstleute als „geborenen Fachleute für Nachhaltigkeit“ gern zur Verfügung.

Bund Deutscher Forstleute

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