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Neue UNESCO-Welterbestätten

Neue UNESCO-Welterbestätten

Das UNESCO-Welterbekomitee hat auf seiner 40. Tagung vom 10. bis 17. Juli 2016 in Istanbul insgesamt 21 Stätten neu in die Liste des Welterbes eingeschrieben.

Erstmals darin vertreten sind der Inselstaat Antigua und Barbuda mit der Marinewerft „Nelson‘s Dockyard“ und Mikronesien mit der Kulturerbestätte Nan Madol. Damit stehen nun 1.052 Kultur- und Naturstätten in 165 Ländern auf der UNESCO-Welterbeliste.
In der Liste der neu aufgenommenen Welterbestätten finden sich folgende drei terrestrische Naturlandschaften:
Shennongjia-Waldgebiet in der chinesischen Provinz Hubei
 
Shennongjia liegt in der Provinz Hubei im östlichen Zentralchina. Als Welterbe wurden zwei Teilgebiete ausgewiesen: Das Naturreservat Shennongding/Badong im Westen und die Wälder von Laojunshan im Osten. Es sind die größten Urwälder Zentralchinas und wichtige Schutzgebiete zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Zahlreiche seltene Tierarten leben hier, darunter gefährdete Primatenarten wie die Goldstumpfnase, Raubkatzen wie der Nebelparder oder der Leopard, Kragenbären und der Chinesische Riesensalamander. Shennongjia spielte auch in der Geschichte der botanischen Forschung eine wichtige Rolle. Bereits im 19. Jahrhundert erkundeten internationale Forschungsexpeditionen die Vielfalt der Pflanzenarten in Shennongjia.
Kangchendzönga-Nationalpark im nordindischen Bundesstaat Sikkim
Das Gebiet im Himalaya-Gebirge umfasst eine vielfältige Naturlandschaft mit Ebenen, Tälern, Seen, Gletschern und mit Urwäldern bewachsenen und Schnee bedeckten Bergen. Benannt ist der Nationalpark nach dem Berg Kangchendzönga, der mit 8.586 m der dritthöchste Gipfel der Welt ist. Der Berg sowie die Berglandschaft mit ihren Höhlen, Flüssen und Seen haben mythologische Bedeutung und sind Gegenstand der Verehrung durch die indigenen Völker der Sikkim.
Westliches Tian-Shan-Gebirge
Das Tian-Shan-Gebirge (Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan) ist ein einzigartiger Naturkomplex und zählt zu den sieben größten Gebirgsketten weltweit. Die unterschiedlichen Landschaftsformen reichen von Schluchten über Gipfel und Gletscher bis zu Feuchtgebieten, Wiesen und Steppen. Das Schutzgebiet ist unter anderem Lebensraum des bedrohten Schneeleoparden und von anderen wandernden Tierarten. Durch die Anerkennung als grenzübergreifendes Welterbe wird zugleich eine intensivere Zusammenarbeit der drei beteiligten Staaten im Bereich des Naturschutzes gefördert.
 

Zur von der UNESCO geführten Liste des Welterbes

 
Red./Deutsche UNESCO-Kommission

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