Das automatische Sägekettenschärfgerät von Vallorbe
Das automatische Sägekettenschärfgerät von Vallorbe
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Neue Kettenschärfgeräte

05. Oktober 2018

Die Firma Franzen bot auf der Interforst eine Art Zeitreise. Ausgestellt hatte Geschäftsführer Johannes Franzen nicht nur das zweitausendste Exemplar des Kettenschärfautomaten SA 6. Auch die Urform dieses Gerätes war zu sehen: die erste Maschine, die ihr Erfinder Martin Eiben aus Wuppertal vor über 60 Jahren gebaut hat. Sein Gerät wies schon damals wichtige Funktionen auf, die das Schärfgerät bis heute auszeichnen. Franzen hatte Eiben 1989 kennengelernt und in den Jahren danach ein vermarktbares Produkt aus seiner Erfindung gemacht. Seinen erstes Automaten stellte er 1990 auf der Gafa in Köln vor. Eiben hatte das Schärfgerät für den Eigenbedarf entwickelt, weil er als großer Stihl-Dienst (Bröcking & Eiben) jährlich einige tausend Ketten zu schärfen hatte.

Der 28 Jahre alte Urtyp des Franzen-Schärfautomats
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Bei Grube zeigte der schwedische Hersteller Markusson sein neues Schärfgerät Sensomatic. Es ist eine Weiterentwicklung der bekannten Triplematic (4.200 € netto). Sie kürzt mit einer Schleifscheibe in einem Arbeitsgang den Tiefenbegrenzer, schärft das Zahndach und bearbeitet den Zahngrund. Die Schleifscheibe wechselt dabei automatisch ihre Stellung, um links und rechts ausgerichtete Zähne bearbeiten zu können. Aber was ist, wenn zwei Zähne nacheinander die gleiche Ausrichtung aufweisen? Das erkennt die Triplematic nicht. Die neue Sensomatic besitzt dafür einen Sensor im Schieber. Das Schärfgerät ist ab September lieferbar und wird bei Grube rund 7.000 € kosten.

Der Prototy des Kettenschärfgerätes Magnusson Sensomatic
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Während die zuvor beschriebenen Automaten mit Schleifscheiben arbeiten, verwendet der Schweizer Feilenproduzent Vallorbe für sein automatisches Sägekettenschärfgerät Rund- und Flachfeilen. Der Bediener kann folgende Parameter einstellen: die Kettengröße, die Zahl der Zähne, den Schärfwinkel, die Zahl der Feilhübe pro Zahn und den Anpressdruck. Anschließend schärft der Automat selbsttätig linke und rechte Schneidezähne. Das Gerät ist zwar relativ langsam, dafür aber nach Aussage von Vallorbe präziser, ohne Funkenflug und mit einer geringeren Hitzebelastung für die Zähne. Das nur 9 kg schwere Gerät, das  auch mobil im Wald eingesetzt werden kann, kommt 2019 auf den Markt und soll etwa 4.000 € kosten.

Das automatische Sägekettenschärfgerät von Vallorbe
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Oliver Gabriel

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