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Neue Grundbeträge zur Berufsgenossenschaft belasten Kleinprivatwaldbesitzer übermäßig

Im Zuge des Neuzuschnitts der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung (SVLFG) kommt es für Kleinprivatwaldbesitzer in allen Bundesländern zu massiven Steigerungen bei den Grundbeiträgen zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (BG). Betroffen sind bundesweit zwei Millionen Waldbesitzer mit einer Waldbesitzgröße von bis zu 5 ha, die bereits bei der Berufsgenossenschaft erfasst sind und keine eigene Landwirtschaft betreiben. Zu ihnen gehören vor allem urbane Waldbesitzer sowie viele Rentner, die ihren Besitz im Rahmen von forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen oder durch Forstunternehmen bewirtschaften lassen.
Es droht eine kalte Enteignung
Enno Rosenthal, Vorsitzender des Waldbauernverbands Brandenburg: „Der neue, überdurchschnittlich hohe Grundbeitrag muss für diese Eigentümer korrigiert werden, geschieht das nicht, droht eine kalte Enteignung, denn nicht wenige werden sich aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus dazu entscheiden müssen, ihren zum Teil familientraditionellen Waldbesitz aufzugeben.“
Auf der im Rahmen der 3. Brandenburger Forsttage für den 29. August in Paaren Glien einberufenen 11. Brandenburger Waldbauernversammlung will der Waldbauernverband Brandenburg mit Betroffenen und deren Vertretern nach intensiver Beratung einen entsprechenden Antrag an die Landwirtschaftliche Sozialversicherung beschließen. In die Debatte sollen auch Abgeordnete des Deutschen Bundestages einbezogen werden, schließlich zahlt der Bund zum Erhalt des landwirtschaftlichen Sozialversicherungssystems erhebliche Zuschüsse. Bereits heute kommen die Kleinprivatwaldbesitzer für über die Hälfte aller Verwaltungskosten der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft auf.
Waldbauernverband Brandenburg e.V.

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