Holzernte

Ponsse bringt den Scorpion Giant

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Der finnische Forstmaschinenhersteller Ponsse hat am 27. und 28. Mai in Schweden zwei neue Maschinen vorgestellt: den Harvester Scorpion Giant und den Rückezug Mammoth. Eine interessante Neuerung ist außerdem der Active Seat für Forwarder: Er folgt automatisch den Kranbewegungen.

Harvester Scorpion Giant

Mit dem neuen Achtrad-Harvester Scorpion Giant ergänzt Ponsse die schon 2021 modernisierte Scorpion-Produktreihe nach oben. Sie hat bei gleicher Motorisierung (210 kW) und Hydraulikpumpen-Ausstattung wie der Scorpion King aber nicht nur eine höhere Zugkraft (200 statt 185 kN), sondern auch einen stärkeren Kran, den C50+ mit 285 kNm Hubkraft (Scorpion King 265 kNm). Insgesamt liegt die Maschine liegt von der Leistungskraft aber noch ein Stück unter dem Harvester Ponsse Bear.

Harvester Ponsse Scorpion Giant
Der Harvester Ponsse Scorpion Giant Foto: Ponsse


Ponsse bietet die Maschine mit den Harvesteraggregaten H6, H7 oder H8 an und stattet sie mit dem neuen Steuersystem Opti-5G und einem 8-Zoll-Touchscreen aus. Das 5G-­fähige System besitzt eine aktualisierte Softwareschnittstelle und soll laut Hersteller ein neues Niveau in Sachen Systemstabilität und Schnelligkeit erreichen. Mit Opti 5G an Bord können die Forstunternehmer in Deutschland ab sofort außerdem alle Scorpion-Modelle mit der Kranspitzensterung Active Crane bestellen. Bei den übrigen Harvestern wird das noch ein Weilchen dauern.

Das Harvester-Aggregat Ponsse H8
Das Harvester-Aggregat Ponsse H8 Foto: Ponsse


Das neue Starkholzaggregat H8 hat Ponsse schon vor einigen Wochen vorgestellt. Es passt die Vorschubgeschwindigkeit der Walzen je nach Stammdurchmesser automatisch für den nächsten Stammabschnitt an. Hierbei gibt es drei Stufen: 4,5 m/s, 5 m/s (was der Vorschubgeschwindigkeit des kleineren H7 entspricht) und 5,8 m/s (analog zum H6). Die Grenzen, ab welchem Durchmesser die jeweilige Vorschubgeschwindigkeit vorgewählt wird, kann der Fahrer in der Opti-Steuerung einstellen. Auch den Stahlrahmen des Dreiwalzenaggregates hat Ponsse überarbeitet. Der verbreiterte Sägekasten soll zum Beispiel besser mit Stammanläufen zurecht kommen.

„Der Scorpion Giant ist für den Markt in Mitteleuropa definitiv ein wichtiges Modell“, kommentiert Gerrit Koch vom deutschen Ponsse-Händler Wahlers Forsttechnik.

Rückezug Ponsse Mammoth

Mit 25 t Nutzlast eignet sich der Forwarder Mammoth in erster Linie für die Märkte in Übersee
Mit 25 t Nutzlast eignet sich der Forwarder Mammoth in erster Linie für die Märkte in Übersee Foto: Ponsse

Auf den Forwarder Ponsse Mammoth trifft das sicher nicht zu. Dieses Modell mit 25 t Nutzlast bietet Ponsse insbesonders für die Plantagenwirtschaft in Südamerika an. Die Maschine verfügt über das stufenlose CVT-Getriebe (Continuous Variable Transmission) und den vom Elephant King bekannten Kran K121.

Eine wichtige Neuerung, die Ponsse mit dem Mammoth einführt, ist der sogenannte Active Seat, der auch für alle anderen Forwarder zu haben ist. Er ist sozusagen die Antwort auf Forwarder mit Drehkabinen, wie sie zum Beispiel John Deere schon vor vielen Jahren eingeführt hat. Der Drehsitz folgt automatisch den Kranbewegungen der Maschine, sodass der Fahrer immer einen guten Blick auf sein Arbeitsfeld hat.

Der Mammoth ist außerdem mit der Kabinenfederung Active Cabin erhältlich – ebenso wie die Modelle Buffalo, Elephant und Elephant King.

Mit Ponsse Active Seat folgt der Fahrersitz automatsch den Kranbewegungen, der Fahrer hat immer eine optimale Sicht Foto: Ponsse

Benutzerhandbuch mit Videos

Eine weitere Neuheit ist das Anleitungs- und Benutzerhandbuch Active Manual. Es bietet jetzt auch Videos, um die Forstmaschinenfahrer bei der täglichen Arbeit zu unterstützen. Active Manual läuft auf allen Mobilgeräten und ist in den App-Stores von Apple und Android erhältlich.


Ponsse/Red.

Ponsse/Red.