ABO
Weichenstellung für die Zukunft: die EU-Forststrategie soll dem Forstsektor in Europa dabei helfen, die Waldfunktionen für die Zukunft zu sichern.

Neue EU-Forststrategie für die Zeit nach 2020

Die EU-Kommission soll für die Zeit nach 2020 eine neue Forststrategie entwickeln. Mit dieser Forderung reagieren der Rat und der Ausschuss der Regionen AdR auf den Kommissionsbericht vom 7. Dezember 2018 (z. Zt. nur Englisch, 12 Seiten), in dem untersucht wurde, welche Rolle die Strategie in den ersten fünf Jahren ihres Bestehens gespielt hat.

Der Rat begrüßt die Fortschritte bei der Umsetzung der EU-Forststrategie, die zu einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten, der Kommission und anderen Akteuren bei forstpolitischen Maßnahmen geführt hat. Als Priorität in den nächsten zwei Jahren werden eine bessere Koordination und Kommunikation sowie der Austausch bewährter Verfahren genannt. Weitergehend wird die Kommission aufgefordert, eine ehrgeizige Mitteilung über verstärkte Maßnahmen der EU gegen Entwaldung vorzulegen und eine neue Forststrategie für die Zeit nach 2020 zu entwickeln.

Berücksichtigung des Forstsektors im nächsten EU-Haushaltsplan

Auch der AdR fordert eine neue Forststrategie für die Zeit nach 2020, die die Kommission im Zusammenwirken mit den Mitgliedstaaten und Regionen erarbeiten soll. Darüber hinaus empfiehlt der AdR die Finanzierung des Forstsektors im nächsten EU-Haushalt 2021 bis 2027 zu berücksichtigen. Dabei stellt er die Umstellung auf forstbasierte Produkte, beispielsweise in der Bauwirtschaft und bei der Energieerzeugung, in den Vordergrund. So werden auch in dünn besiedelten Gebieten Arbeitsplätze und Steuereinnahmen geschaffen. Von gleicher Bedeutung ist der Wald als eine wichtige Grundlage für den Tourismus, die Artenvielfalt sowie die Erholung.

Hintergrund

Die EU-Forststrategie wurde 2013 eingerichtet, um die Aktivitäten der EU bezüglich der Herausforderungen zu koordinieren, mit denen Wälder und der gesamte Forstsektor konfrontiert sind. Sie legt dabei konkrete Maßnahmen zur Erreichung von acht zentralen Prioritäten fest, u. a. Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der forstbasierten Wirtschaft, Schutz der Wälder und Verbesserung der Ökosystemdienstleistungen und Anpassung an den Klimawandel.

Red./Quelle: Rathaus & Umwelt 43/2019, Ausgabe 2/2019

Auch interessant

von