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Neue Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier wird erarbeitet

Neue Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier wird erarbeitet

Im Jahr 2014 wird die deutsche Gruppe der Forest-based Sector Technology Platform, kurz FTP Deutschland, gemeinsam mit den Unternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen des Sektors eine neue Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier erarbeiten.
Mit der Forschungsagenda können die deutsche Forst- und Holzwirtschaft sowie die Papier- und Zellstoffindustrie sich als innovative Treiber für nachhaltige Entwicklung präsentieren und die Wahrnehmung ihrer Anliegen in Politik und Gesellschaft entscheidend erhöhen.
Eine gemeinsam von allen Branchen getragene Agenda ermöglicht es, ihre Interessen bei der Gestaltung von deutschen und europäischen Förderprogrammen für Forschung und Innovation fundiert und effizient zu vertreten.
Der gesamte Sektor ist eingeladen, sich aktiv an dem Agenda-Prozess zu beteiligen:
• Diskutieren Sie branchenintern Ihre langfristigen Ziele, die Sie und Ihre Unternehmen in den nächsten 10 bis 15 Jahren erreicht haben wollen.
• Überlegen Sie welche strategischen Forschungsfragen gelöst werden müssen, um diese Ziele zu erreichen.
• Entsenden Sie kompetente Vertreterinnen und Vertreter zum Stakeholder-Workshop am 8. und 9. Juli in München.
• Beteiligen Sie sich im Herbst an der öffentlichen Konsultation, indem Sie den ersten Entwurf der neuen Deutschen Forschungsagenda kommentieren und inhaltliche Verbesserungsvorschläge unterbreiten.
Aktuelle Informationen über den Agenda-Prozess, Möglichkeiten der Teilnahme und die Dokumentation seiner Ergebnisse finden sich unter www.forestplatform.de. Anfragen, Anregungen und Kommentare können gerne per E-Mail übermittelt werden an: forschungsagenda@forestplatform.de.
Was ist die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier?
Die Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier ist ein Strategiepapier, das den Forschungs- und Innovationsbedarf des Sektors prägnant darstellt. Konkrete Ziele und Handlungsfelder helfen, Forschung und Entwicklung vorausschauend und passgenau anzuregen. Die Forschungsagenda richtet sich an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie an Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft. Sie schafft die Voraussetzung für eine verstärkte Förderung problem- und praxisorientierter Forschung für Waldbesitzer, holzwirtschaftliche Unternehmen sowie die Papier- und Zellstoffindustrie und sensibilisiert die Betriebe und Unternehmen für die Bedeutung von Forschung und Innovation. Der gesamte Sektor profitiert durch die branchenübergreifende Diskussion des eigenen Forschungs- und Innovationsbedarfs.
Die im Februar 2008 von der FTP Deutschland veröffentlichte Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier mit den drei Schwerpunkten Klimawandel, Rohstoffversorgung und Bio-Ökonomie hat breiten Widerhall in der Politik und der Industrie gefunden. Viele der dort genannten Forschungsthemen wurden insbesondere in internationalen Projekten mit Fördermitteln der EU (z. B. 7. Forschungsrahmenprogramm) und des Bundes (z. B. WoodWisdom-Net) unter starker Beteiligung deutscher Partner bearbeitet.
Warum eine „Neue“ Deutsche Forschungsagenda ForstHolzPapier?
Die Überarbeitung der Deutschen Forschungsagenda ForstHolzPapier erfolgt auf Initiative des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR). Neue gesellschaftliche und technische Herausforderungen sowie sich verändernde politische und ökonomische Rahmenbedingungen machen eine Neuauflage der Forschungsagenda nach sechs Jahren unabdingbar. Neue Technologien und sektorübergreifende Ideen eröffnen Entwicklungschancen, die es zu nutzen gilt.
Nachdem die FTP im Frühjahr 2013 eine neue europäische Forschungs- und Innovationagenda veröffentlicht hat, erfordern die spezifischen Verhältnisse in Deutschland nun eine klare Positionierung innerhalb Europas.
Ablauf
Im Laufe des Jahres 2014 werden mehrere Veranstaltungen und Konsultationen durchgeführt. Die Veröffentlichung der deutschen Forschungsagenda ist noch vor Ende des Jahres vorgesehen.
• Der Auftakt-Workshop „Eine Neue Deutsche Forschungsagenda für die Zukunft des Sektors ForstHolzPapier: Vision, Herausforderungen und Ziele“ findet am 28. März 2014 im Forum Holzbau in Ostfildern bei Stuttgart mit geladenen Unternehmern und Vertretern von Verbänden, der Wissenschaft, Politik und Projektträgern statt.
• In einem Stakeholder-Workshop „Eine Neue Deutsche Forschungsagenda für die Zukunft des Sektors ForstHolzPapier: Der Forschungsbedarf des Sektors“ werden am 8. und 9. Juli 2014 in München die Inhalte unter breiter Beteiligung interessierter Kreise erarbeitet.
Nach der Erstellung und öffentlichen Konsultation des Entwurfs der Agenda ist eine politikwirksame öffentliche Vorstellung in Berlin geplant.
Der gesamte Prozess wird von Mitgliedern des Steuerungsgremiums der FTP Deutschland aktiv begleitet. Koordiniert wird er vom Managementteam der FTP Deutschland mit Sitz an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Forstwirtschaft), dem Holzbau Deutschland-Institut (Holzprodukte) und der Papiertechnischen Stiftung (Papier und Zellstoff).
 
FTP Deutschland
Die FTP Deutschland ist ein Netzwerk von Unternehmen, Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, das der Forschung und Innovation im Sektor ForstHolzPapier gewidmet ist. Sie vertritt die Interessen des Sektors in forschungspolitischen Diskussionen in Deutschland und bildet die deutsche Unterstützungsgruppe der europäischen Technologieplattform für den forstbasierten Sektor. Damit stellt sie die Berücksichtigung deutscher Interessen auf europäischer Ebene sicher und trägt zur Standortssicherung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, der Holzwerkstoff-, Papier- und Zellstoffindustrie sowie der Bioraffinerie bei.
Die Arbeit der FTP Deutschland wird finanziert von mehreren Landesforstbetrieben und -verwaltungen, Verbänden und Institutionen der Holzwirtschaft und der Papierindustrie: Verband Deutscher Papierfabriken (VDP); Forst BW; Bayerische Staatsforsten; Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH); Holzbau Deutschland; Deutscher Holzfertigbau-Verband (DHV); Europäische Vereinigung des Holzbaus (EVH); Landesbetrieb Hessen-Forst und Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Niedersächsische Landesforsten und Forstverwaltung Rheinland-Pfalz.
 

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