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Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) empfiehlt die Corona-Warn-App.

Neue Arbeitsstättenverordnung

Seit dem 2. Dezember 2016 gilt die Arbeitsstättenverordnung in ihrer geänderten Fassung.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau fasst die Neuerungen zusammen.
Nachfolgend die sechs wesentlichen Neuerungen der geänderten Fassung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) in einem kurzgefassten Überblick.
    1. Als Arbeitsplätze galten bislang laut alter ArbStättV nicht diejenigen, an denen kürzer als zwei Stunden am Tag oder an weniger als 30 Tagen im Jahr gearbeitet wurde. Diese zeitliche Begrenzung ist weggefallen. Jeder Ort im Unternehmen, an dem ein Mitarbeiter tätig wird, ist nunmehr ein Arbeitsplatz und unterliegt somit den Anforderungen der ArbStättV. Dies betrifft jedoch nur die Betriebsstätten. Felder und Wälder hingegen fallen nicht unter diese Verordnung.
    2. Die Unterweisung der Beschäftigten wurde konkretisiert. So wird ausdrücklich gefordert, zu den Themen Brandschutzmaßnahmen, Erste Hilfe, Fluchtwege und Notausgänge zu unterweisen.
    3. Ebenfalls neu geregelt wurde, dass psychische Belastungen und Beeinträchtigungen der Beschäftigten, zum Beispiel durch störende Geräusche, Lärm, ungeeignete Beleuchtung oder ergonomische Mängel am Arbeitsplatz, zu beurteilen und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren sind.
    4. Bei dauerhaft eingerichteten Arbeitsplätzen und großen Sozialräumen (ausgenommen Sanitärräume) muss die Sicht nach außen gewährleistet sein. Nur wenn betriebliche oder bauliche Gegebenheiten dies nicht zulassen, zum Beispiel in Ställen, Lagerräumen oder Hallen, kann davon abgesehen werden.
    5. Für Telearbeitsplätze sind nach neuer ArbStättV Vereinbarungen mit dem Beschäftigten über die Einrichtung eines Bildschirmarbeitsplatzes im Privatbereich, über die Arbeitszeit und die Arbeitsbedingungen/Arbeitsplatzgestaltung zu treffen. Ausdrücklich wird klargestellt, dass mobile Arbeit, beispielsweise das gelegentliche Arbeiten mit dem Laptop in der Freizeit oder das ortsungebundene Arbeiten, wie unterwegs im Zug, nicht von der ArbStättV erfasst wird.
    6. Die bislang geltende Bildschirmarbeitsverordnung ist in die neue ArbStättV integriert und als eigenständige Verordnung zurückgezogen worden.

    Die Neufassung kann im Internet abgerufen werden unter www.svlfg.de > Prävention > Gesetze und Vorschriften > Nationales Recht > Verordnungen > ArbStättV.

    Foka/Quelle: SVLFG

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