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Realfilm zur Ansprache von Waldeigentümern via Social Media.

Neuartiges Privatwaldportal waldhilfe.de

1,82 Mio. Privatwaldeigentümer gibt es in der Bundesrepublik, denen zusammen knapp die Hälfte der deutschen Waldfläche gehört. Weit über 90 % dieser Eigentümer besitzen kleinere Waldflächen von unter 20 ha Größe. Eine stetig steigende Zahl von ihnen haben ihren Wald geerbt, verfügen jedoch nicht mehr über ausreichendes Waldwissen oder über Kontakte zur Wald- und Forstwirtschaft. Das neuartige Privatwaldportal www.waldhilfe.de soll als bundesweite Anlaufstelle für den Privatwald dienen und innovative Angebote bereitstellen. Das Portal wird am 21. März 2018 freigeschaltet.

Mit Hilfe digitaler Kommunikationslösungen bietet das Team der gemeinnützigen Gesellschaft wald-wird-mobil.de Privatwaldeigentümern damit gezielte Unterstützung bei der Pflege und dem Erhalt ihres Waldes. Darüber hinaus unterstützt sie forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse bei ihrer täglichen Arbeit. Am internationalen Tag des Waldes, dem 21. März 2018, wird dazu ein neuartiges Privatwaldportal unter www.waldhilfe.de veröffentlicht, welches als bundesweite Anlaufstelle für den Privatwald dient und innovative Angebote bereitstellt.

Erste Adresse für private Waldeigentümer: www.waldhilfe.de

Ich lebe und arbeite in Hannover und habe kürzlich gut zwei Hektar Wald in der Eifel geerbt. Was genau braucht mein Wald? Welche Ziele kann ich mit ihm verfolgen? Und wer hilft mir vor Ort dabei, ihn zu pflegen und zu erhalten? – Diese und viele weitere Fragen, die Waldeigentümer beschäftigen, werden auf dem zentralen Informationsportal www.waldhilfe.de besonders verständlich beantwortet. „Waldeigentum soll Freude machen und auch für Laien keine Last darstellen. Mit waldhilfe.de wollen wir Waldeigentümern daher den vielfältigen Wert ihres Waldes vermitteln, ihnen ihre Möglichkeiten aufzeigen und sie mit Hilfe digitaler Angebote möglichst einfach ins Handeln begleiten.“ sagt Markus von Willert, Gesamtprojektleiter bei wwm. Wer beispielsweise private oder staatliche Dienstleister oder einen forstwirtschaftlichen Zusammenschluss in der Nähe seines Waldes sucht, das im Rahmen einer Pflegemaßnahme anfallende Holz verkaufen oder weiteren Wald erwerben möchte, gelangt von dort aus mit nur wenigen Klicks auf die neu entwickelten Unterseiten, welche bedarfsorientierte Lösungen bereitstellen. Das zentrale Informationsportal und seine Unterseiten stehen ab dem 21. März 2018 in ihrer ersten Version bereit und werden daraufhin weiter ausgebaut.

Suche von Ansprechpartnern so einfach wie nie

Bislang gab es für private Waldeigentümer hauptsächlich einen Weg, um den passenden Dienstleister am Ort ihres Waldes zu finden: die eigene mühsame Recherche von regionalen Anbietern, die selbst für Fachkundige viel Zeit in Anspruch nehmen kann und nicht immer zum Erfolg führt. Hier schafft wwm mit einem maßgeschneiderten Online-Service Abhilfe: Unter www.wald-marktplatz.de erleichtert ein digitales Branchenbuch Waldeigentümern die mühsame Suche nach allen relevanten Dienstleistern in der Nähe ihres Waldes.

Von A wie Aufforstung über B wie Beratung bis hin zu Z wie Zaunbau findet der Waldeigentümer fortan alle Dienstleister, die für ihn und die Pflege seines Waldes von Relevanz sind. „Auf diese Weise wird für Laien eine ansonsten schwer überwindbare Einstiegshürde abgebaut, die den initialen Kontakt zur Wald- und Forstwirtschaft verhindern kann. Aber auch bereits aktive Waldeigentümer profitieren natürlich von dem stark vereinfachten Zugang zu allen relevanten Ansprechpartnern am Waldort, der nun mit zwei Klicks ermöglicht wird.“ beschreibt von Willert den besonderen Service des neuen Tools. Alle Dienstleister und Händler, die rund um den Wald tätig sind, können sich ab sofort auf dem Waldmarktplatz registrieren und profitieren somit von einer erhöhten Sichtbarkeit und vereinfachten Akquise.

Neues Holzvermarktungstool erleichtert den Verkauf

Ebenfalls wird am 21. März der Holzmarktplatz für vereinfachten Stehendverkauf bundesweit eingeführt – eine Plattform, die es Waldeigentümern ermöglicht, die begehrte Ressource Holz möglichst unkompliziert online auf den Markt zu bringen. Auch dieses Angebot ist, wie alle anderen Unterseiten, bequem von der zentralen Waldhilfe zu erreichen.

Anders als beim aufwendigen „Liegendverkauf“, der aufgrund der notwendigen Vorfinanzierung ein finanzielles Risiko für den unerfahrenen Waldeigentümer in sich birgen kann, stellt der „Stockverkauf“ eine ideale Alternative dar: Der Käufer übernimmt Einschlag und Rückung der zuvor erworbenen Bäume, der Waldeigentümer minimiert sein finanzielles Risiko und verringert seinen Aufwand. Alle wichtigen Informationen zum Stockverkauf werden auf der neuen Plattform aufgeführt, die unter www.holz-stehend-verkaufen.de erreichbar ist. Ergänzend hierzu gibt das Instrument Hilfsmaterialien, wie zum Beispiel standardisierte Datenblätter und Checklisten, für den Verkauf an die Hand. Der integrierte Marktplatz gibt dem Waldeigentümer die Gelegenheit, sein Holz online nach dem Submissionsprinzip zu verkaufen. Den forstlichen Berater zur Erhebung der benötigten Walddaten sowie zur fachgerechten Abwicklung des Prozesses findet der Waldeigentümer im zuvor beschriebenen Waldmarktplatz. Die beiden Lösungen arbeiten somit synergetisch zusammen.

Neben dem Waldeigentümer profitiert dabei auch der Holzabnehmer von der digitalen Branchen-Innovation: „Für ihn soll Holz aus dem Kleinprivatwald verfügbar gemacht werden, an das er auf anderem Wege nicht herankommen wäre“, so von Willert.

Moderne Lösungen auch für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse

Auch für ehrenamtlich geführte Forstbetriebsgemeinschaften (FBG), also Zusammenschlüsse privater Waldeigentümer, hat wwm neuartige Angebote geschaffen: So soll die neue, intuitiv bedienbare Online-Verwaltungslösung „FGB Online“ die kleinteiligen, zeitaufwändigen sowie fehleranfälligen Verwaltungsprozesse in FBGen stark vereinfachen. Dadurch wird die Arbeit der FBG erfolgreicher und das Ehrenamt attraktiver. Insbesondere auch die effiziente Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Verwaltungskreises wird durch das Tool gestärkt. FBG Online ist zudem optimiert für Herausforderungen, wie sie bei der Verwaltung von Kleinprivatwald auftreten. Unter www.fbg-online.de können interessierte FBG-Vorstände ab sofort Informationsmaterial oder einen kostenfreien Testzugang anfordern, um Erfahrungen mit der Lösung zu sammeln. Auch der Funktionsumfang von FBG Online soll künftig weiter ausgebaut werden.

Weiterhin möchte wwm die erfolgreiche Arbeit ehrenamtlicher Vorstände mit Hilfe von Coaching-Angeboten unterstützen. Ein Service, der unter www.fbg-hilfe.de zu finden ist, und künftig ebenfalls weiter ausgebaut wird. Dazu können FBG-Vorstände einfach das Feedbackformular der Seite nutzen, und dem Team von wwm ihren Bedarf bezüglich relevanter Fragestellungen und Wissensgebiete mitteilen.

Chancen bei der Bewältigung forstpolitischer Herausforderungen

Waldhilfe.de wurde entwickelt, um Kleinprivatwaldeigentümer dabei zu unterstützen, persönliche Ziele im Umgang mit dem eigenen Wald zu entwickeln und diese möglichst einfach in die Tat umzusetzen. Darüber hinaus soll ehrenamtlichen Vorständen forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse eine möglichst erfolgreiche Arbeit im Privatwald ermöglicht werden. Doch auch im Hinblick auf weitere forstpolitische Herausforderungen kann das Privatwaldportal bundesweit von großem Interesse sein: „Die unter waldhilfe.de erreichbaren Digitallösungen bieten konkrete Möglichkeiten zur Erhöhung staatlicher Effizienz in der forstlichen Beratung, der Förderung privatwirtschaftlicher Strukturen in Beratung und Betreuung sowie der Stärkung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse. Vor dem Hintergrund der aktuellen forstpolitischen Diskussionen in den Ländern, könnten die Lösungen daher kaum zeitgemäßer sein und bieten Chancen, die nicht ungenutzt bleiben sollten.“ betont Prof. Dr. Max Krott, Leiter der Abteilung für Forst- und Naturschutzpolitik an der Universität Göttingen und Aufsichtsratsvorsitzender bei wwm.

Über wald-wird-mobil.de

wald-wird-mobil.de (wwm) verfolgt als gemeinnützige Gesellschaft seit dem Jahr 2007 das Ziel, Privatwaldeigentümern die vielfältigen Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen ihr Wald eröffnet. Dafür arbeitet ein Team aus Förstern und IT-Entwicklern an innovativen Praxislösungen, die es Privatleuten sowie forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen ermöglichen soll, die Bewirtschaftung ihres Waldes einfacher und erfolgreicher zu gestalten. Im Rahmen des dreijährigen Verbundprojektes „Klimaschutz durch Kleinprivatwald – für Eigentümer und Gesellschaft“ (KKEG) bringt wwm den bundesweiten Ausbau digitaler Beratungs- und Dienstleistungsangebote für den Privatwald voran. Gefördert wird das Verbundprojekt aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). wwm hat ihren Sitz an der Universität Göttingen und unterhält Projektbüros in Berlin und Thüringen. Die Gesellschaft verfügt derzeit über zwölf Mitarbeiter.

wald-wird-mobil.de (wwm)

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