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Naturschutzfachliche Aufwertung für Wiesbadens Wald

Naturschutzfachliche Aufwertung für Wiesbadens Wald

Hessens Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister hat am 11. Juli in Wiesbaden gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller und Regierungspräsident Johannes Baron den Vertrag über den Naturschutz im Wald zwischen dem Land Hessen und der Landeshauptstadt Wiesbaden unterzeichnet. „Für den Stadtwald, der mit großem Flächenanteil im FFH-Gebiet „Buchenwälder nördlich von Wiesbaden“ vertreten ist, bedeutet der Abschluss dieses Vertrages eine weitere naturschutzfachliche Aufwertung. Er stellt sicher, dass die Ziele der Natura 2000-Verordnung für den Stadtwald erreicht werden“, so Weinmeister.
Der Vertrag zwischen der Stiftung Natura 2000, dem Land Hessen und der Stadt Wiesbaden regelt alle Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der 2.226 Hektar großen Waldfläche. Insbesondere geht es dabei um den Erhalt naturnaher und strukturreicher Buchenwaldbestände in einer Größenordnung von rund 1.500 Hektar. Ebenfalls soll durch den Erhalt von Laub- bzw. Laubmischwäldern der Lebensraum des Hirschkäfers gesichert werden. Wie diese Schutz- und Pflegemaßnahmen in den nächsten 10 Jahren umgesetzt werden, regelt der so genannte mittelfristige Maßnahmenplan.
Seit 2002 gibt es in Hessen einen gültigen Rahmenvertrag zum Naturschutz im Wald. Die Vertragspartner bekennen sich in diesem Rahmenvertrag zum Grundsatz der kooperativen Partnerschaft für die Behandlung aller gemeinsam berührenden Fragen des Naturschutzes im Wald und der Nutzung des Waldes. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung wurden beginnend im Jahr 2004 erste Einzelverträge zum Naturschutz im Wald mit waldbesitzenden Kommunen und Privatwaldbesitzern abgeschlossen. Zur Finanzierung der Einzelverträge bedient sich das Land der eigens zu diesem Zweck im Jahr 2003 gegründeten Stiftung NATURA 2000, wie Staatssekretär Weinmeister betonte, der zugleich Vorsitzender der Stiftung ist.
HMUELV

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