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Mit naturnaher Waldwirtschaft erfolgreich

Mit naturnaher Waldwirtschaft erfolgreich

„Die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald nehmen immer weiter zu. Darauf muss die Waldbewirtschaftung mit einem multifunktionalen Konzept reagieren. Baden-Württemberg ist seit drei Jahrzehnten mit dem Konzept der naturnahen Waldwirtschaft erfolgreich“, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am 27. Oktober beim Waldforum des Ostalbkreises in Aalen.
Auf den Wald angewiesen
Die Wälder in Baden-Württemberg seien nicht nur Rohstofflieferanten, sondern erfüllten eine Vielzahl von Aufgaben – vom Erhalt der biologischen Vielfalt, über die Erholungsfunktion bis hin zum aktiven Klimaschutz. „Wir sind auf den Wald und seine Leistungen angewiesen. Das gilt heute wie in der Vergangenheit, auch wenn sich die Bedürfnisse verändert haben. Deshalb ist es umso wichtiger bei der Waldbewirtschaftung, auf umfassende Nachhaltigkeit zu setzen,“, ergänzte die Staatssekretärin. Dabei gelte es, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte ausgewogen und gleichrangig zu berücksichtigen.
Die Forst- und Holzbranche mit 29.000 Unternehmen in Baden-Württemberg ist Arbeitgeber für rund 200.000 Menschen und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von 31 Milliarden Euro. „Die Nutzung unserer heimischen Wälder hat eine zentrale Bedeutung für Beschäftigung und Wohlstand im Ländlichen Raum. Dies gilt in besonderem Maße für den Ostalbkreis mit seinem hohen Waldanteil, großen Privatwaldflächen und einer leistungsfähigen Holzindustrie“, erklärte Gurr-Hirsch.
Naturschutz als strategisches Ziel
„Wir sehen den Naturschutz in unseren Wäldern als strategisches Ziel, das wir unter anderem im Alt- und Totholzkonzept im Staatswald umsetzen. Damit tragen wir zum Erhalt und zur Stärkung der Biodiversität bei, denn rund 20.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten sind in den Wäldern Baden-Württembergs zu Hause“, betonte Gurr-Hirsch.
„Es gibt viele Fördermöglichkeiten für den Naturschutz auf Waldflächen, die private Waldbesitzer konsequent nutzen können. So ist es möglich Ökonomie und Ökologie noch erfolgreicher miteinander zu verbinden“, sagte die Staatssekretärin. Im Rahmen der Richtlinie „Umweltzulage Wald“ könnten beispielsweise Naturschutzmaßnahmen auf Waldflächen in Natura 2000-Gebieten gefördert werden.
Weitere Informationen zur naturnahen Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg sowie zum Alt- und Totholzkonzept unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de und auf den Seiten des Landesbetriebs ForstBW www.forstbw.de
 
MLR

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