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So sehen wieder vernässte Flächen aus, hier mit für Moore typischen Birken.

Hamberger Moor: Erste Fläche für den Schutz der Natur gekauft

Das Hamberger Moor nordöstlich von Bremen ist Teil des Teufelsmoores, eines der letzten großen Moore in Norddeutschland. Zu Beginn des Jahres 2017 hat es sich die Naturschutzorganisation Naturefund zum Ziel gesetzt, dieses ehemalige Hochmoor dauerhaft zu schützen. Jetzt konnte bereits eine Fläche von 28.396 m² gekauft werden.

„Dank vieler privater Spender ist das Projekt heute zu zwei Dritteln finanziert“, freut sich Katja Wiese, Vorsitzende von Naturefund. Auch der Bio-Kräuterhersteller LA‘BiO! und die Kurt und Maria Dohle Stiftung für Umwelt haben das Projekt maßgeblich mit gefördert.

Insgesamt will die Wiesbadener Organisation 50.000 m² des Hamberger Moores sichern und renaturieren. Damit bleibt es als Lebensraum für bedrohte und seltene Tier- und Pflanzenarten wie den Grauen Kranich, die Kreuzotter oder den Sonnentau erhalten. Zugleich behält es seine Funktion als wichtiger Kohlendioxid-Speicher und trägt damit zum Klimaschutz bei.

Das Hamberger Moor im Landkreis Osterholz ist Teil des berühmten Teufelsmoores, einer Moorlandschaft bestehend aus verschiedenen ausgedehnten Hoch- und Niedermooren. Durch sein Projekt hilft Naturefund mit, die „Vision Teufelsmoor“ des Landkreises umzusetzen. „Diese Flächen fehlten uns noch, um großflächig Maßnahmen zur Wiedervernässung vorzunehmen und damit gut 100.000 m² im Hamberger Moor zu renaturieren“, erklärt Ole Vollmerding vom Naturschutzamt des Landkreises.

Durch landwirtschaftliche Nutzung und Torfabbau wurde in der Vergangenheit das Moor entwässert und stark verändert. Gemeinsam mit Partnern vor Ort, dem NABU Hambergen und der Unteren Naturschutzbehörde Osterholz-Scharmbeck, nimmt Naturefund nach dem Aufkauf die Flächen aus der Nutzung und führt sie durch verschiedene Pflegemaßnahmen langsam wieder in eine intakte Moorlandschaft zurück.

Naturefund

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