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Wertvolles Totholz im DBU Naturerbe Bendeleber Wald. Foto: DBU/Bundesforst

Naturerbeflächen in Thüringen übertragen

Mit der Unterzeichnung der Notarverträge übernahm die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die DBU Naturerbe GmbH, jetzt die Flächen Bendeleber Wald und Östliche Hainleite von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern vor Ort verantwortet sie die Naturschutzmaßnahmen.
Bendeleber Wald. Die 491 ha große DBU-Naturerbefläche Bendeleber Wald im Buntsandsteingebiet der nördlichen Randplatten des Thüringer Beckens zeichnet sich durch alt- und totholzreiche naturnahe Laubmischwälder aus. Innerhalb des intensiv agrarisch genutzten Platten- und Hügellands habe die Fläche eine übergeordnete Bedeutung für den Biotopverbund. Waldgebundene Brutvogelarten, Fledermausarten und totholzbewohnende Käfer haben in den naturnahen Laubwäldern ihren Lebensraum. Die naturferneren Nadelholzbestände sollen zu naturnahen standortheimischen Laubmischwäldern umgebaut werden, indem die dort bereits vorhandenen Laubbaumarten gezielt gefördert werden. Dabei werde der Arten- und Biotopschutz besonders berücksichtigt.
Ansprechpartner vor Ort ist Revierleiter von Bundesforst, Matthias Franke.
Östliche Hainleite. Mit der 449 Hektar großen DBU-Naturerbefläche Östliche Hainleite übernimmt die DBU-Tochter Verantwortung für ein weiteres Waldgebiet. Vorherrschend ist der Waldmeister-Buchenwald. Auch Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchen-Wälder und kleinflächige Schlucht- und Hangmischwälder sowie Orchideen-Kalk-Buchenwälder kommen hier vor. Geologisch geprägt ist die Fläche durch Schichten von Buntsandstein und Muschelkalk sowie von großflächigen Lössüberlagerungen. Auch diese Fläche sei für die waldgebundenen Vogelarten, Fledermäuse und totholzbewohnenden Käfer ein wertvoller Lebensraum. Die nur kleinflächig vorkommenden Nadelholzbestände sollen langfristig zu naturnahen standortheimischen Laubmischwäldern umgebaut werden.
Ansprechpartner vor Ort ist Revierleiter von Bundesforst Christoph Kühne.
Leitlinien für die Flächenentwicklung
In ihren Leitlinien zur Flächenentwicklung hat die Naturerbe-Tochter der DBU festgeschrieben, ihre Naturerbeflächen zu erhalten und gegebenenfalls zu optimieren. Einzelheiten werden Naturerbe-Entwicklungspläne beschreiben, die die in den Flächen geplanten Maßnahmen in einem offenen und transparenten Prozess unter Einbeziehung lokaler Behörden und Interessensgruppen festlegen.
Aufgrund ihrer Komplexität werden diese mittelfristig erstellt und dann umgesetzt.
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Wertvolles Totholz im DBU Naturerbe Bendeleber Wald. Foto: DBU/Bundesforst Buchenbestände im DBU Naturerbe Östlichen Hainleite. Foto: DBU/Bundesforst

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