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Studie Naturbewusstsein 2013

Die Naturbewusstseins-Studie 2013 setzt die im Jahr 2011 begonnene Beobachtung des gesellschaftlichen Bewusstseins zur Energiewende und die damit verbundenen Konsequenzen für Natur und Landschaft weiter fort. Zu den wichtigen Zukunftsthemen, die von der Naturbewusstseins-Studie 2013 erfasst werden, gehören die Themenfelder „Energiewende“, „Naturverträglicher Konsum“ und „Biologische Vielfalt“.
Deutlich wird, dass die Zustimmung zur Energiewende in Deutschland nach wie vor hoch und „mehrheitsfähig“ ist, 56 % der Befragten halten sie für richtig. Allerdings ist die Zustimmung gegenüber 2011 gesunken, damals waren noch 63 % der Befragten eindeutig für die Energiewende.
Die Naturbewusstseins-Studie fixiert in Zahlen, was die öffentlichen Debatten in Politik und Medien sowie am Stammtisch seit Längerem bewegt.
Die Deutschen mögen Wildnis, sind für naturnahe Wälder und Flussauen und sie lehnen Gentechnik in der Natur ab. Das sind einige Ergebnisse der neuen Naturbewusstseins-Studie, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Beate Jessel, am 28.4.2014 in Bonn vorgestellt haben.
Thema Wildnis
Zum Thema Wildnis lagen bisher keine bundesweit repräsentativen Informationen vor. Knapp zwei Drittel der Deutschen gefällt Natur umso besser, je wilder sie ist. Das gilt besonders für die Wälder. Es besteht ein ausgeprägter Wunsch, mit Wildnis in Kontakt zu kommen: Vier von fünf Personen wollen, dass die Wildnis in Deutschland für Menschen zugänglich ist. Dass ein solcher Kontakt nur unter bestimmten Voraussetzungen geschehen kann, damit Wildnis auch weiterhin erhalten bleibt, ist den meisten bewusst: nur eine Minderheit von 11 % spricht sich für einen ungehinderten Zugang aus, 68 % befürworten entsprechende Regelungen.
Wildnis findet sich in Deutschland vor allem in den inneren Schutzzonen der Nationalparks. Die Studie belegt, dass diese von einem Großteil der Bevölkerung geschätzt werden: 95 % sind der Meinung, dass sie Tiere und Pflanzen schützen. Eine große Mehrheit stimmt zu, dass Nationalparks Arbeitsplätze schaffen, gut zu Deutschland passen und die Region aufwerten. Lediglich 21 % sehen durch Nationalparks ein Risiko für die Forstwirtschaft und nur 16 % sehen in ihnen eine Gefahr für die landwirtschaftliche Nutzung.

Bedrohte Wildnis als Schutzgut

14 % der Deutschen assoziieren mit Wildnis generell den Begriff „Natur“. Ein kleinerer Anteil von Befragten sieht Wildnis direkt als Sphäre des Naturschutzes: 8 % benennen „Nationalparks und Naturschutzgebiete“. Unter dem Begriff „Naturschutzgebiete“ wurden in dieser Studie Nennungen von „Vogelschutzgebieten“, „Biosphärenreservaten“, „Naturparks“, „Schongebieten“, „Sperrzonen“ und „Zutrittsverbote“ zusammengefasst. Weitere 7 % denken bei Wildnis an einen „Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, worunter beispielsweise die Nennungen „Schutz für Tiere“, „Aufenthaltsort von seltenen Tieren und Pflanzen“, „viel Platz für wilde Tiere“, „Rückzugsgebiet“ sowie „freie Entfaltung von Pflanzen und Tieren“ gehören.
 
„Artenvielfalt“ wird von 7 % der Befragten mit Wildnis in Verbindung gebracht. 6 % benennen auch „Praktiken zum Schutz von Natur und Umwelt“ durch den Menschen, wie „Tierschutz“, „Meeresschutz“, „Urwälder nicht abholzen“, „bedrohte Arten nicht jagen“, „keine Ausbeutung von Bodenschätzen“ und „keine Überfischung“. An die „bedrohte Wildnis“ denken 4 %.
 
 
Die komplette Studie hier zum Herunterladen.  
Red./BfN

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