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The effect of hunting regimes on tree regeneration in lowland beech (Fagus sylvatica L.) forests

Quelle: Forstarchiv 82: 3, 75-81 (2011)
Autor(en): Fichtner A, Sturm K, Wagner J, Huckauf A, Ellenberg H

Abstract: Browsing ungulates are one of the most important determinants in regeneration dynamics. Although research on the impact of ungulates on forest ecosystems has become well established over the past few decades, direct links between different hunting regimes and sapling growth have been rarely reported. To address this need, we assessed the impact of a controlled and a lease hunting system on the sapling performance in lowland beech forests of Northwest Germany, investigating 111 randomly placed plots of 40 m² (2 x 20 m) with a total of 18,425 saplings. For each species, abundance, browsing status and size class were recorded during March and April 2007 and 2008. We applied generalised linear mixed models (GLMs) to account for the effects of distinct study plots. Overall and species-specific browsing intensity notably decreased under a controlled hunting regime, whereas sapling abundance and species composition of the current regeneration stages were not affected by hunting management. Our results demonstrate that the improved regeneration potential depends largely on hunting strategy. The effectiveness of hunting is thus a relevant factor in realising the objective of near-natural mixed forests in the future.


Der Einfluss des Jagdregimes auf die Naturverjüngung in Tiefland-Buchenwäldern

Kurzfassung: Die Entwicklung der Naturverjüngung wird maßgeblich durch das Wild beeinflusst. Über dessen Auswirkungen auf Waldökosysteme liegen seit mehreren Jahrzehnten fundierte Kenntnisse vor, dennoch konzentrierten sich nur wenige Arbeiten auf die Bedeutung des Jagdregimes. Die vorliegende Arbeit versucht, diese Kenntnislücke durch eine auf 18.425 Schösslingen basierende Studie zu schließen. Dazu wurde der Einfluss von Regie- und Pachtjagd auf die Ausbildung der Naturverjüngung in Tiefland-Buchenwäldern Nordwestdeutschlands untersucht. Während der Monate März und April 2007 und 2008 wurden auf 111, zufällig ausgewählten, 40 m² (2 x 20 m) großen Untersuchungsflächen für jede Art die Abundanz, der Verbissstatus und die Höhenklasse erhoben. Um potenzielle Unterschiede zwischen den Untersuchungsflächen zu berücksichtigen, wurden generalisierte lineare gemischte Modelle (GLMs) zur Analyse verwendet. Unter Regiejagd ist die Verbissintensität deutlich geringer, was sich auch auf Artniveau bestätigt. Im Gegensatz dazu lassen sich bezüglich des Verjüngungsspektrums und der Verjüngungsdichte keine statistisch gesicherten Unterschiede zwischen Regie- und Pachtjagd nachweisen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das höhere Verjüngungspotenzial vorrangig von der Jagdstrategie abhängt. Die Effektivität der Jagd stellt somit einen Schlüsselfaktor beim Aufbau naturnaher Laubmischwälder da.

© DLV München

 

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