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Natura-2000-Monitoring in Thüringen

Thüringen ermittelt den Status quo seiner geschützten Arten und Lebensräume von europaweiter Bedeutung.

So ist im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) seit einigen Wochen eine Vielzahl von Experten in ganz Thüringen unterwegs, um den aktuellen Erhaltungszustand dieser Arten und Lebensraumtypen im Freistaat festzustellen. Konkret werden derzeit 67 Tier- und Pflanzenarten sowie 34 Offenland-Lebensraumtypen bis Ende 2018 auf insgesamt etwa 3.400 Stichprobenflächen unter die Lupe genommen.
„Wenn wir die Lebensräume für wertvolle Pflanzen und Tiere erhalten und erweitern wollen, müssen wir wissen, wo sich welche Arten angesiedelt haben. Dazu dient das Monitoring. Mit unseren 11 im Aufbau befindlichen Natura-2000-Stationen und einer verstärkten Naturschutzförderung stellen wir die Weichen für mehr Artenvielfalt in Thüringen“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund.
Für die notwendigen Untersuchungen hat das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz Mittel in Höhe von rund 13 Mio. € bereitgestellt. Das Monitoring der Natura-2000-Gebiete wird von Experten für die einzelnen Arten und Lebensräume durchgeführt und von zwei durch die TLUG beauftragten Planungsbüros koordiniert.
Für manche Tierarten ist der Nachweis allerdings sehr schwierig und gelingt oft nur zufällig. Eine wertvolle Hilfe für die Datengewinnung sind auch öffentliche Aufrufe, wie zum Beispiel die „Hirschkäfersuche“, welche sich an alle interessierten Naturbeobachter richtet und gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) durchgeführt wird. 
TMUEN

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