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Natürliche Waldentwicklung in der Elbtalaue

Natürliche Waldentwicklung in der Elbtalaue

Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) überlassen im Bereich des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue zukünftig 1.000 Hektar Wald der natürlichen Entwicklung. Einen Vertrag zur Bereitstellung dieser Flächen unterzeichneten Prof. Dr. Johannes Prüter, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung (BRV) und Dr. Uwe Barge, Leiter des Forstamtes Göhrde. Zu den zwölf verschiedenen Waldgebieten auf beiden Seiten der Elbe gehören auch bestehende Naturwälder und Habitatbaumflächen im Landeswald. Gemeinsames Ziel ist es, die naturschutzfachlichen Schätze für nachfolgende Generationen zu erhalten.„Die alten Feuchtwälder des ‚Rens‘ entlang der Rögnitz zum Beispiel sind ein Dorado der biologischen Vielfalt“, sagte Forstamtsleiter Barge. In einigen Teilflächen werden die Förster gemeinsam mit der BRV durch gezielte Maßnahmen, wie die Umwandlung einzelner Nadelholzbestände durch Pflanzung heimischer Laubbäume, eine naturnähere Entwicklung ermöglichen. „Wir werden uns in diesen Flächen auch zukünftig um landeskulturell angepasste Wildbestände kümmern, die eine ökologische Waldentwicklung ermöglichen“, ergänzte der Forstamtsleiter. Waldbesucher können die vorhandenen Wege weiter für ihre Wanderungen nutzen.„Die ausgewählten Flächen der natürlichen Waldentwicklung repräsentieren typische Standorte unseres Raumes: von der Geestkante bis zur Aue. Sie werden eine Grundlage bilden für die Ausweisung von Kernzonen im Biosphärenreservat. Das ist ein wichtiger Schritt für die weitere Anerkennung des Gebietes durch die UNESCO“, erklärte BRV-Leiter Prüter. Das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue ist der niedersächsische Beitrag zu dem von der UNESCO anerkannten länderübergreifenden Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“.HintergrundDas Niedersächsische Forstamt Göhrde bewirtschaftet etwa 20.000 Hektar Landeswald in den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg. Es nimmt Sonderfunktionen in den Bereichen Waldökologie und Waldnaturschutz wahr und arbeitet eng mit der BRV Niedersächsische Elbtalaue zusammen.

NLF

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