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Der Blauschillernde Feuerfalter gehört zu den gemäß der FFH-Richtlinie zu schützenden Arten im Nationalpark Eifel. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/Dr. A. Pardey

Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt am 22. Mai weist der Nationalpark Eifel auf seine über 1.800 bedrohten Tier- und Pflanzenarten unter den bisher bekannten 7.850 Arten hin, die in dem Großschutzgebiet einen Lebensraum gefunden haben.
Nicht nur Wildkatze, Biber, viele Fledermausarten, Mauereidechse oder Schlingnatter zählen nach Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders streng geschützten Arten im Nationalpark und genießen den Schutz durch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union. Auch die Biotope, die sie besiedeln, sind Gegenstand der FFH-Richtlinie. Diese Buchen-, Auen-, Moor- und Schluchtwälder, Bäche, Tümpel, kleinen Moore, Felsen und artenreiche Wiesen sind an vielen Stellen im Nationalpark zu finden.
Mehr als 1.800 Rote-Liste-Arten im Nationalpark Eifel

Zehn Jahre intensiver Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt konnten deutlich machen, dass der Nationalpark Eifel ein Refugium zahlreicher, auch hochgradig gefährdeter und seltener Arten ist. Allein unter den 1.340 bisher gefundenen Pilzarten sind 22 Neufunde für die Eifel oder Nordrhein-Westfalen und 106 hochgradig seltene, als verschollen geglaubte oder vom Aussterben bedrohte Arten. Weitere Arten werden bei den zukünftigen Untersuchungen bisher unzureichend erfasster Artengruppen der Pilze, Käfer, Schmetterlinge oder Fliegen erwartet.
Nach der „Rote Liste der gefährdeten Arten in NRW“ sind akut gefährdet oder bereits ausgestorben: etwa 42 % der Säugetierarten, 42 % der Farn- und Blütenpflanzen, 50 % der Vogelarten, 55 % der Schmetterlingsarten, 60 % der Moose, 71 % der Kriechtiere sowie 52 % der Wildbienen und Wespen. 
Neue Erkenntnisse werden auch Forschungen im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes „Edaphobase“ bringen, das sich mit den in Böden lebenden Tieren beschäftigt. Im Nationalparkgebiet werden dazu seit diesem Jahr drei Fichten-, drei Buchen- und drei wärmeliebende Trauben-Eichenwälder untersucht. Das Projekt, an dem unter anderem die RWTH Aachen und das Aachener Institut gaiac beteiligt sind, hat den Aufbau einer Datenbank zu Bodenorganismen unterschiedlicher Lebensräume zum Ziel.
 
Öffentliche Veranstaltung am 30. August!
 
Einen Überblick über die Forschertätigkeiten im Nationalpark Eifel der vergangenen zehn Jahre erhalten Interessierte in der öffentlichen Vortragsveranstaltung am 30. August von 10 bis 17.30 Uhr im Kurhaus in Schleiden-Gemünd. Die verschiedenen reich bebilderten Beiträge erläutern auch für nicht fachlich versierte Teilnehmer die biologische Vielfalt der Pflanzen-, Pilz- und Tierwelt. Der Eintritt ist frei.
Der internationale Tag der biologischen Vielfalt wurde im Jahr 2000 durch die UNO eingeführt. Der Tag erinnert an den 22. Mai 1992, an dem in Nairobi Einigkeit über den Text des UN-Übereinkommens über biologische Vielfalt erzielt wurde. Es wurde inzwischen von mehr als 190 Vertragsstaaten unterzeichnet.
Landesbetrieb Wald und Holz NRW/Nationalparkforstamt Eifel
Die Schling- oder Glattnatter steht unter Naturschutz und darf weder verfolgt noch gefangen werden. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/Dr. A. Pardey Der Blauschillernde Feuerfalter gehört zu den gemäß der FFH-Richtlinie zu schützenden Arten im Nationalpark Eifel. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/Dr. A. Pardey Auch die Mauereidechse genießt den strengen Schutz der Europäischen Union. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/Dr. A. Pardey

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