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Nationalpark Schwarzwald wird jagdfrei

Der Nationalpark Schwarzwald umfasst eine Fläche von rund 10.000 ha. Diese gliedern sich in die Kernzone, die Entwicklungszone sowie die Managementzone. Erste wird, getreu dem Motto „Natur, Natur sein lassen“, sich selbst überlassen. Seit 1. August 2019 ruht dort auch die Jagd. Rund ein Drittel der Nationalparkfläche sind davon betroffen.

Ziel sei eine Entlastung der Privatwälder außerhalb, indem sich die Wildtiere in die Ruhezonen zurückziehen. Die übrigen 7.000 ha werden (vorerst) weiterhin bejagt, um die angrenzenden Wirtschaftswälder zu schützen.

Den Anstoß dieser Entwicklung gab der zuständige Wildtiermanager Friedrich Burghardt, so die Pressesprecherin des Nationalparks Schwarzwald. Seiner Meinung nach sei unter anderem die Aufgabe eines Nationalparks Wildtiere, wie Rot-, Reh- und Schwarzwild unbehelligt vom Menschen leben zu lassen. Für ihn ist dieses Projekt ein „absolutes Herzensanliegen“. Man wolle den Tieren auf diesen Flächen den Vorrang einräumen und sich nicht mehr einmischen. Als Vorbild schaue man vor allem auf den Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden.

In den kommenden Jahren werden die jagdfreien Zonen weiter ausgedehnt. So strebt man für das Jahr 2030 eine Steigerung auf 51 Prozent der Fläche an. Das Ziel von 75 % beruhigter Fläche soll bis zum Jahr 2044 erreicht werden. Bis dahin muss auch die Kernzone auf Dreiviertel der Nationalparkfläche ausgewiesen sein.

Red./EG

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