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Nationalpark Schwarzwald ist ein Kompetenzzentrum für die Naturbildung

Nationalpark Schwarzwald ist ein Kompetenzzentrum für die Naturbildung

Der Nationalpark Schwarzwald ist nicht nur ein Biotop für seltene Arten und Magnet für viele Besucher, er ist auch ein bedeutendes Kompetenzzentrum für die Naturbildung. Das vielfältige Angebot für Schulklassen sowie für Gäste aus nah und fern wäre ohne die Unterstützung der vielen freiwilligen Ranger nicht möglich.
Im Zentrum der traditionellen Ministerwanderung stehen daher dieses Jahr die freiwilligen Ranger und Junior-Ranger, für deren Einsatz sich der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Alexander Bonde, am 29. August im Nationalpark Schwarzwald herzlich bedankte.
Im Gründungsjahr 2014 wurden im Nationalpark Schwarzwald mehr als 800 Veranstaltungen angeboten. Mehr als 200 Schulklassen kamen im Jahr 2014 in den Nationalpark. 30 freiwillige Ranger und Rangerinnen unterstützen das Nationalpark-Team vor allem an den Wochenenden mit Führungen und Kontrollgängen im Gelände. Was die Besucherzahl auf der Fläche angehe, ließen stichprobenartige Zählungen aus dem vergangenen Herbst die Beliebtheit des Nationalparks erahnen: Allein den Lotharpfad durchwanderten an Spitzentagen im Herbst mehr als 2.200 Gäste, so Bonde bei einer Wanderung zusammen mit vielen freiwilligen Helfern vom Ruhestein zur Darmstädter Hütte.
Freiwillige prägen und gestalten den Nationalpark mit
Die Liste der Unterstützer ist lang und vielfältig: Der Schwarzwaldverein, der sich unter anderem für die Ausschilderung und den Erhalt des Wander- und Radwegenetzes einsetzt, die Bergwacht, die unverzichtbare Dienste bei der Rettung und Erstversorgung von verletzten Personen im Nationalpark leistet. Die Waldjugend Kappelrodeck, die in diesem Jahr zum Beispiel bei der Wegesicherung am Lotharpfad nach dem Winter sich engagierte. Besonders eng ver-bunden mit dem Nationalpark seien die freiwilligen Ranger und die 70 Kinder und Jugendlichen im Junior-Ranger-Team.
Die freiwilligen Rangerinnen und Ranger sind bestens ausgebildet und nur dank ihrer Hilfe können vor allem am Wochenende so viele Führungen im ganzen Nationalpark angeboten werden, bestätigte Charly Ebel, der den Fachbereich Umweltbildung und Besucherbetreuung mit acht hauptamtlichen Rangern im Nationalpark leitet.
Neues Besucherzentrum entsteht bis 2018
Um dem großen Besucherandrang im Nationalpark künftig noch besser gerecht werden zu können, plant der Landesbetrieb Vermögen und Bau derzeit ein neues großes Besucherzentrum am Ruhestein. Für 18,5 Mio. € soll bis 2018 ein moderner und gleichzeitig naturverbundener Holzbau entstehen – der äußerlich an aufeinander gestapelte Baumstämme erinnert. Aus 160 Bewerbern im europaweiten Architektenwettbewerb war im Februar 2015 der Entwurf des interdisziplinären Planerteams Sturm+Wartzeck GmbH, Dipperz (Architektur), schlaich bergermann und Partner – sbp gmbh, Stuttgart (Tragwerksplanung), EWT Ingenieure GmbH, Grebenhain (Technische Gebäudeausrüstung) und landschaftsarchitektur gmbh, Bonn (Landschaftsarchitektur) gekürt worden.
Das Besucherzentrum wird die zentrale Anlaufstelle für alle Besucher des Nationalparks. Auf 1.000 Quadratmetern ist eine große Erlebnisausstellung vorgesehen.
MLR Baden-Württemberg

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