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Nationalpark Sächsische Schweiz: Keine Fällung der Roteichen

Entgegen der ursprünglichen Pläne wird die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz die Roteichen im Schmilkaer Revier nicht fällen. Darüber informierte am 10. Januar der Staatsbetrieb Sachsenforst bzw. die Nationalparkverwaltung.

Die ursprünglich beabsichtigte Maßnahme hatte gegen Ende des abgelaufenen Jahres zu Protesten in der Öffentlichkeit geführt und in einem Bürgergespräch begründete und diskutierte Dr. Dietrich Butter, der Leiter der Schutzgebietsverwaltung die Pläne. Der kleine Roteichenwald und auch weitere in der näheren Umgebung stehende Roteichen werden nun trotz der Tendenz zur Ausbreitung dieser nordamerikanischen Baumart im Schmilkaer Waldteil ohne weitere Maßnahmen in den Ruhebereich des Nationalparks übergeben.

Hintergründe der Entscheidung

Nationalparkleiter Dr. Dietrich Butter erläutert die Hintergründe der Entscheidung: „Wir erleben im Nationalpark an vielen Stellen, wie sich Roteichen zwischen den natürlicherweise hier vorkommenden Baumarten ausbreiten. Diese Erfahrungen waren der Grund, für die ursprünglich bereits 2017 geplanten Fällungen. Wir modifizieren unsere Planung unter Beachtung der Waldentwicklung nach großflächigem Borkenkäferbefall, des Klimaschutzes und Rücksichtnahme auf die emotionale Wahrnehmung vieler Menschen zum Erhalt dieser Bäume.“

Die Nationalparkverwaltung führte seit 1990 Waldpflegemaßnahmen in den Waldteilen durch, die noch naturfern waren. Ziel war und ist es, unter anderem in ehemals wirtschaftlich genutzten Fichtenforsten gute Startbedingungen für eine naturnahe Waldentwicklung zu schaffen. Die Grundlage dafür sind flächenkonkrete Pflege- und Entwicklungspläne, die zuletzt 2018 aktualisiert und nach einer öffentlichen Anhörung durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft genehmigt wurden.

Staatsbetrieb Sachsenforst/Red.

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