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Nationalpark Hunsrück-Hochwald in einem Festakt eröffnet

Nationalpark Hunsrück-Hochwald in einem Festakt eröffnet

Die Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Malu Dreyer und Annegret Kramp-Karrenbauer, haben am 23. Mai am Hunsrückhaus zusammen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks den ersten länderübergreifenden Nationalpark Hunsrück-Hochwald in einem Festakt mit über 1000 Gästen eröffnet.
Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald sei ein Nationalpark für die Natur und für die Menschen. Für den Naturschutz in Rheinland-Pfalz und dem Saarland und die Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Heimat sei die Eröffnung des ersten Nationalparks ein historischer Tag, erklärten die beiden Ministerpräsidentinnen. Der Nationalpark leiste einen ganz konkreten und wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Gleichzeitig erwarten wir vom Nationalpark auch wichtige Impulse für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den Tourismus in dieser Region. Er ist eine der Antworten auf den demografischen Wandel in Rheinland-Pfalz und wird den Menschen in der Region Chancen und Perspektiven eröffnen.“ 
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Die Ausweisung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald ist ein wichtiges und starkes Signal für mehr Naturschutz in Deutschland. Der neue Nationalpark ist mit seinen Buchenwäldern und seinem Artenreichtum ein besonders kostbares Stück Natur in Deutschland. Nationalparke lassen uns erleben, wie es ist, wenn Menschen ausnahmsweise mal nicht in die Abläufe der Natur eingreifen. Das ist ein Erlebnis, das wir auch künftigen Generationen in diesem Nationalpark ermöglichen wollen.“
Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Die Waldlandschaft des Hunsrücks und des Hochwalds ist einfach schön, sie ist Teil unserer Heimat, und der Nationalpark ist ein Ort, diese Schönheit zu erleben, sich an der Stille der Waldes zu erfreuen und seine zwar nicht spektakulären, aber nicht minder interessanten Wunder zu erkunden.“ Die saarländische Regierungschefin weiter: „Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald mag der jüngste sein in Deutschland, aber diese Region hat mit dem keltischen Ringwall in Otzenhausen und den vielenkeltisch-römischen Bodendenkmälern eine lange Geschichte, auf die wir mit Stolz zurückblicken und die wir mit Neugier und Forschergeist für uns, aber auch die Gäste von außerhalb, wieder entdecken und erkunden sollten. Darin liegt eine große Chance.“
Alleinstellungsmerkmal
„Der Nationalpark ist auch ein Musterbeispiel für gelungene Bürgerbeteiligung. In der intensiven Zusammenarbeit wurden zusammen mit den Menschen der Region die besten Lösungen gesucht und gefunden. Dieser Prozess wird auch weiterhin über die verschiedenen Gremien wie die Nationalparkversammlung und den Beirat erfolgen. Das ist im Staatsvertrag verankert. Für die erfolgreiche Arbeit möchte ich ausdrücklich Umweltministerin Ulrike Höfken und ihrem Team danken“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Aufarbeitung und Bewusstmachung der Geschichte in der Hochwald-Region verleihe dem Nationalpark ein Alleinstellungsmerkmal. Deshalb habe man im Logo des neuen Parks ein Symbol der keltischen Geschichte mit der Wildkatze zur Keltenkatze kombiniert.
  
In Deutschland gibt es ein weltweit vorbildliches Netz an großen Schutzgebieten. Mit Hunsrück-Hochwald gehören dazu jetzt 16 Nationalparke, 16 Biosphärenreservate und über 100 Naturparke. In den deutschen Nationalparken gilt das Prinzip, dass die Natur sich ohne das Zutun des Menschen entwickeln darf. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, auf 2 % der Landesfläche die Natur sich selbst zu überlassen. Der neue Nationalpark ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

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