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Nationalpark im Hunsrück: Hochwald der Favorit?

„Das steigende Interesse an einen Nationalpark im Hunsrück freut uns und zeigt sich auch im konstruktiven Dialog der Regionen Hochwald und Soonwald“, erklärte der Umweltstaatssekretär von Rheinland-Pfalz, Thomas Griese, am 3. September im Anschluss an ein Gespräch der Landräte Diel, Fleck und Schneider im Mainzer Umweltministerium. „Den Weg zum Nationalpark im Hunsrück gehen wir zurzeit mit der Hochwaldregion. Eine Kombinationslösung ist aber nicht ausgeschlossen, wenn darüber Konsens erzielt wird. Ein weiteres Szenario ist eine spätere einvernehmliche Erweiterung durch den Soonwald“, fasste Griese die Ergebnisse des Gesprächs zusammen.

Außerdem schlug das Umweltministerium ein über den Nationalpark hinausgehendes regionales Dachkonzept „Naturerlebnisraum Hunsrück“ vor. Eine Entscheidung über die möglichen Szenarien könne zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht fallen, stellten Landräte und Staatssekretär fest. Dies wie auch die Ausgestaltung des Nationalparks sei vom Verlauf der weiteren Gespräche und Aktivitäten in den Regionen abhängig. Die Landräte wollen die Möglichkeiten zunächst in den kommunalen Gremien diskutieren.

Sowohl Hochwald, als auch Soonwald seien naturschutzfachlich hoch geeignet und auch die Kombinationslösung sei umsetzbar, stellte Griese klar. Die Menschen der Region Hochwald seien bereits mit breitem Engagement dabei, ihren Nationalpark mitzugestalten. Auch in der Region Soonwald gebe es inzwischen steigende Zustimmung. Landräte und Ministerium sind sich einig, dass unabhängig von den diskutierten Szenarien, die Ausweisung eines Nationalparks der gesamten Hunsrückregion zu Gute komme und bewährte gemeinsame Strukturen wie Tourismuswerbung und regionale Vermarktung stärke und weiterentwickele.

MULEWF

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