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Nationalpark Harz feiert fünfjähriges Bestehen

Nationalpark Harz feiert fünfjähriges Bestehen

Der Nationalpark Harz feiert sein fünfjähriges Bestehen. Dies wurde am 25. Februar  im Kloster Drübeck feierlich gewürdigt. Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz und Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, unterzeichneten den ersten, gemeinsam erarbeiteten Nationalparkplan. Aeikens: „Die Nationalparkverwaltung setzt damit für ihre Jubiläumsfeier selbst einen besonderen Höhepunkt.“ Der Nationalparkplan zeige, dass die Erarbeitung nicht nur eine Pflichtaufgabe war. Um die Arbeit der nächsten Dekade abzustecken, bedurfte es des Schulterschlusses aller. Das habe dem Fusionsprozess gut getan und so wurde in den letzten Jahren aus zwei ehemaligen Verwaltungen eine gut funktionierende Einheit. Die Fusion der beiden einst getrennt verwalteten Nationalparke bezeichnete der Minsiter als gelungen.
Als wichtigste Ergebnisse des Nationalpark- und Wegeplanes nannte Aeikens die Erhöhung des Anteils der Flächen mit Naturdynamik von 41 auf 52 Prozent und den Rückbau des Wegenetzes bis zum Jahr 2020 um acht Prozent von derzeit 814 auf 748 Kilometer. Dabei soll der Anteil Natur belassener Wege um sieben Kilometer (33 Prozent aller Wege) ausgebaut und befahrbare Waldwege und -straßen um zehn bzw. 63 Kilometer zurückgebaut oder gesperrt werden, um sensible Flächen zu schützen.
Der Staatsvertrag legte fest, bis 2011 einen ersten Nationalparkplan zu erarbeiten und diesen alle zehn Jahre zu aktualisieren. Der Plan beinhaltet die Schwerpunkte der Arbeit der Nationalparkverwaltung. Dabei wurden ausgehend von einer Analyse des derzeitigen Zustandes von Natur und Landschaft die Ziele und notwendigen Maßnahmen für die Erhaltung und Entwicklung des Gebietes festgelegt. Aeikens betonte, dass es sich um einen gutachtlichen Fachplan handelt, der unter Beteiligung des Nationalparkbeirates Harz und des Wissenschaftlichen Beirates Harz entstanden ist. Auch die Öffentlichkeit wurde im Hinblick auf seine Aussagen zu Umweltbelangen beteiligt. Zeitgleich wurde ein Wegeplan fertig gestellt, der den Nationalparkplan ergänzt, so der Minister.
Auf der Grundlage eines Staatsvertrages erfolgte am 1. April 2006 die Einrichtung einer gemeinsamen Nationalparkverwaltung der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit Sitz in Wernigerode und einer Außenstelle in Sankt Andreasberg. Damit wurden der noch zu DDR-Zeiten ausgewiesene Nationalpark „Hochharz“ und der 1994 gegründete niedersächsische Nationalpark „Harz“ vereinigt.
Der Nationalpark Harz umfasst ein Gebiet von 24.732 Hektar. 7.200 Tier- und Pflanzenarten sind im Nationalpark nachgewiesen. Auf inzwischen über 50 Prozent der Fläche ist die Entwicklung nach dem Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ der Naturdynamik überlassen worden. Der Nationalpark leistet damit einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Der Harz ist ein beliebtes Erholungsgebiet und hat deshalb eine besondere Bedeutung für den Tourismus und die Regionalentwicklung. Im Jahr 2010 wurde der Nationalpark Harz zu „Deutschlands schönstem Naturwunder“ gewählt.
 

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MLU

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