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Nadelschnittholz-Markt weltweit

Trotz einer sich abschwächenden Schnittholznachfrage aus den USA, Europa und auch Asien Ländern blieben die weltweit gehandelten Volumen im ersten Halbjahr 2015 vergleichsweise hoch. Dennoch führte die geringere Nachfrage in Verbindung mit hohen Vorräten im zweiten Vierteljahr 2015 auf vielen Märkten – zumindest bei Fakturierung in der Landeswährung – zu weiter rückläufigen Schnittholzpreisen. Am stärksten ausgeprägt war der Rückgang in den USA, in Kanada, sowie einigen anderen Ländern der nördlichen Hemisphaere. Der Rückgang der Importpreise in China und Japan war dagegen eher moderat.
In den USA ist die Schnittholzproduktion im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal etwas gestiegen. Allerdings ist die weitere Richtung angesichts der Entwicklung im Hausbau sowie der nachlassenden Nachfrage aus China ungewiss. In den Sommermonaten sind die Preise für Nadelschnittholz aufgrund der rückläufigen Absatzmöglichkeiten ungewiss.
Die Exporte von Nadelschnittholz aus Finnland und Schweden sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,5 bzw. 4,6 % gestiegen. Zwar waren dies gute Erfolge für die heimischen Schnittholzproduzenten, doch sind andererseits die Exportpreise für Nadelschnittholz gesunken.
Die Exportpreise für Schnittholz aus Russland sind seit dem vergangenen Sommer deutlich gesunken. Der Preisrückgang für Lieferungen nach China war dabei weniger ausgeprägt als bei den Ausfuhren nach Japan, Ägypten und Ländern der CIS-Region wie beispielsweise Aserbaidschan, Usbekistan oder Tadschikistan. Trotz deutlich reduzierter Exportpreise blieben die Ausfuhren fast konstant. Im zweiten Quartal dieses Jahres stiegen die Exporte im Vergleich zum zweiten Vierteljahr 2014 um 3 %.
Nachdem der Hausbau sich in Japan im Verlauf dieses Jahres abgeschwächt hat, ist auch die Nachfrage nach Nadelschnittholz zurückgegangen. Die ansässigen Säger haben konsequenterweise die Produktion um 8 % zurückgenommen, die Importe sanken um 11 %. Sowohl die Einfuhr- als auch die Erzeugerpreise sind in den Sommermonaten leicht gefallen und rückten in die Nähe des tiefsten Punktes der vergangenen sieben Jahre.
Chinas Import erfuhren in den zurückliegenden Monaten eine regelrechte Achterbahnfahrt: Im Februar wurde ein Zweijahrestief erreicht, im April dagegen sogar ein Allzeithoch. Im Juli lagen die Importe dann wieder um 14 % unter Vorjahr. Die Importpreise sind seit den letzten Monaten des zurückliegenden Jahres stetig gesunken und erreichten zuletzt den niedrigsten Wert der vergangenen drei Jahre.
HMI/Quelle: WRI

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