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Nadel-Stammholzsubmission in NRW erfolgreich abgeschlossen

Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hat am 28.2.2017 eine Fichten-Stammholzsubmission durchgeführt.

Angeboten wurden rund 6.000 Fm Fichten-Langholz der Güteklasse B/C aus den Regionalforstämtern Rhein-Sieg-Erft, Oberes Sauerland, Siegen-Wittgenstein, Kurkölnisches Sauerland sowie aus dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald.
Angebot und Nachfrage
 
Insgesamt 11 Nadelholzsägewerke und Händler aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Belgien haben sich an der Submission beteiligt. Abgegeben wurde ein Durchschnittspreis über alle Stärkeklassen.
 
Angeboten wurden 20 Lose in den Stärkeklassen 2a bis 6 mit einem Schwerpunkt in der 3. und 4. Stärkeklasse. Gebote wurden für alle Lose abgegeben, der Zuschlag wurde für 18 Lose erteilt.
 
Ergebnisse
Insgesamt wurde ein Durchschnittspreis von 92,54 €/Fm erzielt. Dabei lag die Stärkeklassenverteilung der zugeschlagenen Lose bei 15,3 % (1b bis 2b), 50,2 % (3a bis 3b) und 34,5 % (4 bis 6). Die Höchstgebote erzielten die Lose 14 und 17 aus dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald mit 95,51 €/Fm bzw. 96,10 €/Fm. Erwartungsgemäß wurden für die Lose mit einem Schwerpunkt in den Stärkeklassen 2b/3a die meisten Angebote abgegeben. In den Losen mit einer durchschnittlichen Stückmasse von < 2 Fm liegt der erzielte Holzpreis bei durchschnittlich rund 94 €/Fm. Zugeschlagene Lose ab 2 Fm Stückmasse mit teilweise über 3 Fm Stückmasse erzielten im Durchschnitt 90,50 €/Fm.
Die Ergebnisse für die Starkholzlose zeigen Handlungsbedarf in waldbaulicher Hinsicht. Starkholz wird – aufgrund nicht ausreichend vorhandener Verarbeitungskapazität – mit Preisabschlägen versehen.
Die Ergebnisse der Fichten-Stammholzsubmission bekräftigen das aktuell gute Nachfrageniveau nach Fichten-Stammholz und bestätigen die Verkaufsform der Submission als mögliches Verkaufsverfahren auch für das Sortiment Nadel-Stammholz.
Keine weiteren Nadelstammholz-Submissionen
In einem vertrauensvollen Gespräch mit Vertretern des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes (DeSH) wurde inzwischen eine Analyse vorgenommen. Wald und Holz NRW nimmt die Bedenken der einheimischen Sägewerke sehr ernst und erklärte, dass es keine konkreten Planungen für weitere Submissionen gibt. Allerdings könne dieses Verkaufsverfahren für Holz aus dem Staatswald grundsätzlich eine praktikable Möglichkeit sein, möglichen kartellrechtlichen Vorwürfen der Mengenbündelung entgegen zu treten.
Wald und Holz NRW

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