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Nachwuchskräfte starten mit der Ausbildung im sächsischen Wald

Staatsbetrieb Sachsenforst: 37 junge Männer beginnen am 1. September ihre dreijährige Lehrzeit zum Forstwirt

„Ausbildungsberufe im Wald haben Konjunktur. Ich freue mich, dass 37 junge und motivierte Männer sich für eine Ausbildung zum Forstwirt entschieden haben. Der Beruf Forstwirt ist jedoch keine reine Männerdomäne. Leider haben sich dieses Jahr keine Frauen dafür entschieden, den Beruf des Forstwirtes zu erlernen. In den letzten Jahren lag der Frauenanteil immer bei um die zehn Prozent. Waldarbeit ist eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche, zugleich aber körperlich anstrengende Tätigkeit. Damit unsere Wälder auch in Zukunft ordnungsgemäß bewirtschaftet und richtig gepflegt werden, brauchen wir gut ausgebildete und engagierte Forstexperten“, sagt Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun anlässlich des diesjährigen Ausbildungsstartes.

Das Pflanzen von jungen Bäumen, die Pflege der Waldbestände, die Ernte des nachwachsenden Rohstoffes sind wesentliche Ausbildungsinhalte, die die Lehrlinge in den nächsten Jahren erlernen. Aber auch der Waldschutz, die Durchführung von Naturschutzmaßnahmen im Wald und die Errichtung und Pflege von Erholungseinrichtungen gehören zum umfangreichen Ausbildungsprogramm. Waldarbeit wird zunehmend mit Hilfe moderner Maschinen durchgeführt. Somit müssen die angehenden Forstwirte ein ausgeprägtes technisches Verständnis mitbringen. Um dieses Verständnis weiterzuentwickeln, üben die zukünftigen Forstexperten den Umgang mit den Forstmaschinen zunächst an einem hochmodernen Simulator. Im weiteren Ausbildungsverlauf stehen moderne Maschinen zur Verfügung, so dass die Arbeit mit einem Harvester (Holzerntemaschine) und Forwarder (Holzrückemaschine) geübt werden kann.

Die dreijährige Ausbildung zum Forstwirt erfolgt vorrangig in staatlichen, körperschaftlichen und privaten Lehrbetrieben. Im vogtländischen Muldenhammer besuchen die Auszubildenden zudem regelmäßig die Berufsschule und nehmen an überbetrieblichen Kursen der Forstlichen Ausbildungsstätte Morgenröthe teil. Bei Sachsenforst beginnen 32 Lehrlinge ihre Ausbildung. Acht Forstbezirke bilden bei Sachsenforst aktuell Lehrlinge aus (Bärenfels, Chemnitz, Dresden, Eibenstock, Leipzig, Marienberg, Neustadt, Taura). Die waldbesitzende Stadt Leipzig stellt dieses Jahr zwei Ausbildungsplätze zur Verfügung, drei junge Männer starten ihre Karriere im Wald bei privaten Forstunternehmen.

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung haben die zukünftigen Forstwirte sehr gute Chancen auf dem forstlichen Arbeitsmarkt. Mike Eller, Personalchef bei Sachsenforst, betont: „Jobs im Wald haben Konjunktur. Wald und Holzwirtschaft sind Jobmotoren, insbesondere im ländlichen Raum. Die Berufschancen für fachlich gut ausgebildete und engagierte Absolventen sind so gut wie lange nicht mehr. Gute Jobaussichten sind die beste Motivation, für die erfolgreiche Absolvierung der Lehrzeit im Wald.“

Spätere potenzielle Arbeitgeber sind unter anderem staatliche, kommunale und private Waldbesitzer, Forstunternehmen, aber auch Dienstleister in der Baum- und Landschaftspflege. Zudem ist eine weitere Qualifizierung zum Forstwirtschaftsmeister möglich. Gut 15 % qualifizieren sich erfahrungsgemäß nach Abschluss ihrer Forstwirtausbildung mit einem Bachelor- oder Masterstudium weiter.

Weitere Informationen zu forstlichen Ausbildungsmöglichkeiten in Sachsen online: www.sachsenforst.de

Staatsbetrieb Sachsenforst

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