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„Nachwelt ehre den Mann

„Nachwelt ehre den Mann, der der Forste Gedeihen gefördert“

In einer gemeinsamen Feierstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte gedachten am 2. Februar namhafte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie den forstlichen Verbänden des 175. Todestages von Georg Ludwig Hartig (1764–1837).

Hartig gründete Meisterschulen, um den Wissensstand des Forstpersonals zu verbessern, er veröffentlichte in mehreren Büchern seine Erkenntnisse zur Begründung und Pflege von Waldbeständen und zur so genannten Taxation der Forste. Dabei formulierte Hartig das im Kern bis heute gültige Nachhaltigkeitsprinzip, das er als ethisches und zugleich ökonomisches Richtmaß bezeichnete: „…denn es läßt sich keine dauerhafte Forstwirthschaft denken und erwarten, wenn die Holzabgabe aus den Wäldern nicht auf Nachhaltigkeit berechnet ist.

Im Jahr 1821 richtete Hartig eine Forstakademie an der Universität Berlin und später in Eberswalde ein. Auf diese Weise prägte er in Praxis, Forschung und Lehre die Forstwirtschaft und die Forstwissenschaft seiner Zeit.

„Die deutsche und internationale Forstwirtschaft und -wissenschaft verdankt Georg Ludwig Hartig ihre entscheidenden Grundlagen, die bis heute ihre Aktualität und Gültigkeit nicht verloren haben“, so der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) Georg Schirmbeck, MdB, anlässlich der herausragenden Leistungen und Verdienste dieses forstlichen Klassikers.

Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins (DFV) und Vorstandsvorsitzender der 1987 gegründeten Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung, betont: „Die Aufschrift auf dem Ehrengrab der Stadt Berlin „Nachwelt ehre den Mann, der der Forste Gedeihen gefördert“ verpflichtet geradezu die heutige Forstgeneration dazu, sich immer wieder an das Lebenswerk des forstlichen Klassiker zu erinnern.“

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Mio. Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,1 Mio. ha – das sind rund 31 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
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