Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Nachhaltigkeit Wald Wirtschaft

Nachhaltigkeit und Wirtschaft zusammen denken

Anlässlich der EU Green Week und dem Tag zu Wald und Biodiversität betont der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) die Bedeutung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für die EU-Klimaziele. Biodiversität und Holznutzung seien dabei Teil einer gemeinsamen Zukunft.

Die Säge- und Holzindustrie sei bereits heute Vorbild für die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Wolle man als EU die Klimaneutralität bis 2050 erreichen, müsse man Nachhaltigkeit und Wirtschaft zusammen denken. Nur so schaffe man den von der EU ausgerufenen neuen Anfang für Mensch und Natur, betont DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus anlässlich der EU Green Week. Die deutschen Wälder werden bereits seit über 300 Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Waldbewirtschaftung, Biodiversität und Holznutzung seien seitdem Teil eines gemeinsamen Konzepts.

Hohe Artenvielfalt

Studien zeigen, dass entgegen der grundsätzlichen Entwicklung, die Biodiversität im Wald in den letzten Jahren zugenommen habe und insbesondere nachhaltig bewirtschaftete Wälder mit einer hohen Artenvielfalt aufwarten, so Möbus weiter.

Holzindustrie beispielhaft für Kreislaufwirtschaft

Das CO2, das der Baum beim Wachsen bindet, werde durch die Nutzung des Holzes langfristig gespeichert. Holz als Roh- und Baustoff könne nicht nur energieintensive Materialien ersetzen, sondern auch maßgeblich zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Gebäudebestand beitragen. Als natürlicher und nachwachsender Rohstoff lasse sich Holz problemlos recyceln und somit einer mehrmaligen Nutzung zuführen. Rest- und Abfallprodukte dienen der CO2-neutralen Energiegewinnung. Die Holzindustrie ist damit beispielhaft für eine klimaneutrale und ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft.

Nutzungseinschränkungen wenig zielführend

Holzverwendung und Biodiversität schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil: Wolle man die Klimaziele erreichen, müsse man beides als integrative Bestandteile einer klimaneutralen Zukunft verstehen. Pauschale Nutzungseinschränkungen im Wald, wie in der EU-Biodiversitätsstrategie geplant, seien daher wenig zielführend, denn sie hemmen sowohl die Nutzung dieser klimafreundlichen Materialien als auch die Entwicklung der grünen Wirtschaft. „Wald, Holz, Klimaschutz und Biodiversität sind nur gemeinsam ein Teil der Lösung,“ so Möbus abschließend.

DeSH/Red.

Auch interessant

von