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Baden-Württemberg: Nachhaltigkeit im Wald als Vorbild für Politik und Gesellschaft

„Der Forst und die grün-rote Landesregierung haben eine wichtige Parallele: Sie richten ihr Handeln auf lange Zeiträume aus. Der Forst tut dies nun schon seit 300 Jahren. Sein Handeln und Denken auf lange Zeiträume auszurichten bedeutet dabei, heute Antworten zu finden, die auch morgen und übermorgen noch gültig sind“, sagte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde bei der Tagung „300 Jahre Nachhaltigkeit – welchen Wandel hat der Begriff seit Rio erfahren?“ am 2. Mai auf der Insel Mainau.
„Politik auf Pump ist also der falsche Weg. Das gilt für den Forst, für die Wirtschaft, für den Ländlichen Raum, für Umwelt und Klima wie für den sozialen Zusammenhalt oder einen soliden Haushalt. Ein solches nachhaltiges Handeln darf keine Mode-Erscheinung sein. Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss das zentrale Entscheidungskriterium sein“, betonte der Minister. Dabei sei das Handeln immer anzupassen an aktuelle Herausforderungen oder sich ändernde gesellschaftliche Ansprüche.

„Die politischen Diskussionen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte gingen zumeist um die Frage: Wie sollen wir leben? Mit dem modernen Nachhaltigkeitsbegriff hat sich diese Diskussion aber längst auf einen in unserer Zeit ungleich wichtigeren Aspekt verschoben: Wovon wollen wir leben? Es geht also nicht mehr nur um die Frage, welche Bedürfnisse Staat und Gesellschaft zu befriedigen haben. Sondern es geht darum, aus welchen Quellen diese Bedürfnisbefriedigung so erfolgt, dass auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse ebenso befriedigen können“, erläuterte der Minister die aktuellen Fragestellungen. Nachhaltiges Handeln in allen Bereichen sei die zentrale Leitschnur für Generationengerechtigkeit.

MLR Baden-Württemberg

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