Forstpolitik

Nachhaltige Waldbewirtschaftung in NRW gesichert

Bearbeitet von Rainer Soppa

Alle Waldbesitzerinnen und -besitzer in der Region Nordrhein-Westfalen können ihren nachhaltigen Umgang mit dem Wald weiterhin mit dem PEFC-Gütesiegel belegen: Die PEFC-Region Nordrhein-Westfalen hat den Re-Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen und die Regionale PEFC-Arbeitsgruppe Nordrhein-Westfalen e. V. am 22. September das neue PEFC-Zertifikat erhalten. Sie erfüllt damit alle Voraussetzungen für die aktuelle Zertifizierungsperiode mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Aus diesem Anlass trafen sich Franz Freiherr von Twickel, Vorsitzender der WBV-Bezirksgruppe Warendorf, Karl Wilhelm Dörholt, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Warendorf Nord, Robert Overesch, Vorsitzender der FBG Warendorf-Süd, Ursula Feldmann, Vorstandsmitglied der FBG Warendorf Süd, Ferdinand Freiherr von Korff, PEFC-Beauftragter und Waldeigentümer in der Forstbetriebsgemeinschaft Warendorf Nord, Adalbert Koch, Landesbetrieb Wald und Holz, Regionalforstamt Münsterland, zuständig für Dienstleistungen für den Privat- und Körperschaftswald sowie Nikolas Osburg, 2. Stellvertretender Vorsitzender der Regionalen PEFC-Arbeitsgruppe NRW e. V. und Cornelia Pauls, PEFC-Regionalassistentin. Nikolas Osburg überreichte die neuen PEFC-Urkunden an die Vertreter der beiden Zusammenschlüsse.

„Alle zertifizierten Forstbetriebe in NRW erhielten in den letzten Wochen ihre neuen PEFC-Teilnehmerurkunden von PEFC Deutschland e.V. übersandt“, freut sich Osburg. „Sie sind damit berechtigt, ihr Holz auch in den nächsten fünf Jahren als PEFC-zertifiziert zu verkaufen und mit einem entsprechenden Nutzungsvertrag das PEFC-Logo zu führen.“ Sie bestätigt gegenüber den Holzkäufern, aber auch gegenüber den Waldbesuchern und der Öffentlichkeit, dass die PEFC-zertifizierten Waldflächen nachhaltig und gleichermaßen nach ökologischen, ökonomischen und sozial nachhaltigen Standards bewirtschaftet werden. So wird im PEFC-zertifizierten Wald nicht mehr Holz geschlagen als nachwächst, der Wald bleibt ein sicherer Lebensraum für Tiere und Pflanzen und es wird sichergestellt, dass die Artenvielfalt im Wald fortbesteht.

Neben der Freude über die Re-Zertifizierung und die neuen Urkunden brachten alle Teilnehmer zum Ausdruck, dass eine PEFC-Zertifizierung nicht nur für den Holzverkauf unverzichtbar sei. Von Korff macht auf die schwierige Situation der Waldbäuerinnen und Waldbauern aufmerksam: „In Anbetracht der Auswirkungen des Klimawandels, der Dürre und der Schäden durch Borkenkäfer in nie da gewesenem Ausmaß, müssen wir uns jetzt den kommenden Herausforderungen stellen.

Mit einer nachhaltigen Waldwirtschaft, wie PEFC sie fordert, bildet die Arbeit der Waldbesitzenden die Grundlage für die Klimaschutzleistung unserer Wälder. Sie leisten so einen entscheidenden Beitrag für die gesamte Gesellschaft. Und das muss honoriert werden.“

Gerade in den letzten Jahren habe sich außerdem gezeigt, dass die Zahl der Waldbesucher wieder deutlich zugenommen hat. Viele Menschen erleben in der Corona-Zeit wieder, wie wichtig der Wald für ihr Wohlbefinden ist. Da sei eine Bestätigung einer nachhaltigen und pfleglichen Waldbewirtschaftung durch PEFC in Anbetracht der vielen am Wald interessierten Menschen sehr wichtig.

Quelle: PEFC/Red