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AGDW – Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung als zentraler Pfeiler der Green Economy

„Die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland ist ein zentraler Pfeiler der Green Economy“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, am 3. Juni anlässlich der 15. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin.
„Sie folgt dem Leitbild einer ökologischen, wettbewerbsfähigen und sozial verträglichen Wirtschaft. Und sie leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz.“ Die Zahlen, die den aktuellen Zustand des Waldes wiedergeben, würden eine deutliche Sprache sprechen: Laut den Ergebnissen der jüngsten Bundeswaldinventur ist die Waldfläche konstant geblieben. Rund ein Drittel des Landes ist bewaldet. Es wächst mehr Holz nach als genutzt wird. Der Holzvorrat ist innerhalb von 10 Jahren um 7 % angestiegen. Mit einem Vorrat von rund 336 m³/ha liegt Deutschland nach der Schweiz und nach Österreich an der Spitze der EU-Mitgliedstaaten. „Unsere Wälder zeichnen sich außerdem durch einen hohen Grad an biologischer Vielfalt und durch eine gesunde Struktur aus“, sagte der AGDW-Präsident. „Das zeigt: Unsere nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung hat sich bewährt und genießt schon sehr lange eine internationale Vorbildfunktion.“
Ein Beitrag zum Klimaschutz durch nachhaltige Waldbewirtschaftung
Auch ist der Klimaschutz in Deutschland ohne Wald nicht zu denken. Jedes Jahr entlastet er die Atmosphäre um rund 52 Mio. t Kohlendioxid und mindert die Treibhausgasemissionen damit um gut 6 %. Da die Bäume das Kohlendioxid für ihr Wachstum benötigen, sind gerade Wirtschaftswälder, in denen die Bäume gepflegt und geerntet werden, hervorragende Kohlenstoffsenken. Zudem sind Holzprodukte Kohlenstoffspeicher – sie verlängern die Speicherung des Treibhausgases, der zuvor in den Bäumen gebunden wurde. „Ökonomie und Ökologie stehen nicht gegeneinander, als zwei starke Säulen einer Wirtschaft lassen sie sich vielmehr bestens verknüpfen“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg. „Der Beitrag zum Klimaschutz ist eine zentrale Leistung unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Damit tragen die Waldbewirtschafter als Rohstoffproduzenten zum ökologischen Gleichgewicht in Europa bei.“
Das Prinzip der Nachhaltigkeit stärken
Um das Prinzip Nachhaltigkeit zu verstärken, unterstützt der Verband der Waldeigentümer das PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), ein internationales und unabhängiges Zertifizierungssystem und damit eine Art „Wald-TÜV“. Waldbesitzer und Unternehmen, die sich nach dem PEFC zertifizieren lassen, machen deutlich, dass ihre Wertschöpfung auf einem ökologischen und sozialen Fundament basiert. So wird unter anderem:
•  nicht mehr Holz geschlagen als nachwächst,
•  wo Bäume gefällt werden, wird wieder aufgeforstet,
•  die Artenvielfalt bleibt erhalten.
Allein in Deutschland sind rund zwei Drittel des Waldbestandes (etwa 7,3 Mio. ha Waldfläche) und damit über 7.500 Betriebe bereits nach PEFC zertifiziert. „Damit bewegt sich die Waldbewirtschaftung in Deutschland auf höchstem Nachhaltigkeitsniveau, das wir in Zukunft halten und weiter ausbauen müssen“, sagte der AGDW-Präsident.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wurde im April 2001 von der damaligen Bundesregierung ins Leben gerufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Zu den Aufgaben zählen die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie sowie die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten. Zudem soll der Rat die Nachhaltigkeit zu einem öffentlichen Anliegen machen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat den Rat zum 1. Juli 2013 für weitere drei Jahre berufen.
 

Zur Internetseite Rat für Nachhaltige Entwicklung

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
AGDW – Die Waldeigentümer

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