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AGDW – Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland.

Nachhaltige Forstwirtschaft als Fundament für den Klimaschutz

Am 25. Juni beginnt die Bundesregierung in Berlin ihren Dialog zum Klimaschutzplan 2050, an dem sich auch die AGDW – Die Waldeigentümer beteiligen wird. Neben den Verbänden sind zudem Vertreter aus Ländern, Kommunen und Wirtschaft eingeladen. Ziel soll die Entwicklung gemeinsamer Leitbilder für die Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele für die Zeit nach dem Jahr 2020 sein. 
Der Präsident der AGDW, Philipp Freiherr zu Guttenberg, begrüßte die Einbindung der verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen, um diese zentrale gesellschaftliche Herausforderung in den kommenden Jahren zu bewältigen.
„Als Waldeigentümer leisten wir einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Diese Leistung zur Reduktion der Treibhausgasemissionen muss in den Klimaschutzplan 2050 einfließen“, sagte der AGDW-Präsident. Der Wald wirke als CO2-Senke und entlaste die Atmosphäre jährlich um rund 52 Mio. t Kohlendioxid. Gut 1.169 Mio. t Kohlendioxid sind laut der dritten Bundeswaldinventur in Bäumen und Totholz gebunden. „Die nachhaltige Forstwirtschaft ist ein Fundament für den Klimaschutz und sollte zu einem Leitbild im Rahmen des Klimaschutzplanes 2050 werden.“
Die gesamte Wertschöpfungskette im Cluster Forst und Holz trage zum Klimaschutz bei: Jeder Baum, der geerntet wird und Platz für einen neuen macht, unterstütze die Reduktion von Kohlendioxid. Jedes Holzprodukt wiederum, das aus einem Baum hergestellt wird, fungiere als dauerhafter Kohlendioxidspeicher und ersetze andere energieintensive Baustoffe. So entlaste jeder verbaute Kubikmeter Holz die Atmosphäre um eine Tonne Kohlendioxid, sagte der AGDW-Präsident. „Auch die Umweltseite der Bundesregierung sollte sich daher zur nachhaltigen Forstwirtschaft, ohne die es keine Holzprodukte gibt, bekennen. Mit dieser Erwartung gehen wir als Eigentümer und Produzenten der Ressource Holz in diesen Dialog.“
Darüber hinaus sei die Stärkung der Holzproduktion ein hochinnovatives Zukunftsfeld. So gebe es in Deutschland gerade für den Holzbau noch ein enormes Wachstumspotenzial: „Der Holzbau muss aus der Nische herausgeholt werden“, sagte zu Guttenberg. „Diesen Zukunftstrend könnte die Bundesregierung aufgreifen und durch die Verknüpfung von Klimaschutz und gutem Wohnen zu einem Leitmotiv im Bausektor machen.“ Während es laut der Berufsorganisation Holzbau bei den privaten Wohngebäuden in Deutschland eine Holzbauquote von rund 15 % gibt, liegt diese in Österreich bei 39 % und in Schweden gar bei 55 %. „Mit der Anerkennung der nachhaltigen Forstwirtschaft als Instrument für den Klimaschutz und mit einer Stärkung der Holzproduktion könnte der Klimaschutzplan der Bundesregierung eine starke Basis bekommen“, so der AGDW-Präsident.
AGDW – Die Waldeigentümer

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