Forstpolitik

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Bearbeitet von Rainer Soppa

In Sachsen-Anhalt fand am 6. Juni die Wahl zum achten Landtag statt. Die CDU um Ministerpräsident Reiner Haseloff wurde mit deutlichen Stimmenzuwächsen Wahlsieger. Die Bildung einer Koalition aus CDU, SPD und FDP ist auf einem gutem Weg. Das Ergebnis der Landtagswahl weckt bei den Waldbesitzern die Hoffnung, dass der Wald von der Politik angemessener behandelt wird.

Für das Wahlergebnisin Sachsen-Anhalt hat nach eigenem Bekunden der Waldbesitzerverband sehr viel und sehr hart gearbeitet. Diese Arbeit und das Wahlverhalten hätten sich ausgezahlt (siehe Auszug aus dem Entwurf des Koalitionsvertrags in Sachsen-Anhalt).

Aufruf zur Bundestagswahl

Am 26. September folgt die Bundestagswahl. Die letzten vier Jahre mit Schwarz-Rot waren für den ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt nach Ansicht vom Vorsitzenden des Verbands, Franz Prinz zu Salm-Salm zwiegespalten:

Franz Prinz zu Salm-Salm Foto: WBV

„Für viele war die Nachhaltigkeitsprämie der Bundesregierung eine echte Hilfe. Zeitgleich gefällt sich die Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit der Behauptung, hiesige Wälder seien Plantagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat jedes Maß und jede Neutralität verloren. Sachliche Notwendigkeiten zur Wiederbewaldung Deutschlands bleiben auf der Strecke. Stattdessen schlägt man den Klimawandel geschädigten Waldbauern genüsslich mit Hetze und Demagogie ins Gesicht. Dies obwohl der Bundesgerichtshof dem Parlament seit 1989 einen Ausgleich für Umweltschäden an die Waldbesitzer mahnend nahegelegt hat (Anlage Waldschadensurteil aus 1989)“.

Nach Ansicht des Waldbesitzerverbands brauchen wir eine starke neue Bundesregierung, welche die Interessen des ländlichen Raums kraftvoll vertreten kann. Trotz allem Frust und Ärger der letzten Jahre: Jeder einzeln habe es in der Hand, die Geschicke des Landes mitzubestimmen. Salm fordert die Leser auf, Ihr Wahlrecht am 26. September in Anspruch zu nehmen und nur jene zu wählen, die zu einer Koalition beitragen würden, die nicht gegen die Waldbesitzer steht.

Den kompletten Aufruf finden Sie hier.

Quelle: WBV SN red.