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NABU zur Entscheidung des OLG Düsseldorf zum Kartellverfahren

Aufgrund der Entscheidung des OLG Düsseldorf zum Kartellverfahren gegen den Staatsforstbetrieb ForstBW am 15. März fordert der Landesverband Baden-Württemberg des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) die grün-schwarze Landesregierung auf, schnell zu handeln und eine Anstalt des öffentlichen Rechts für den Staatswald zu gründen.

„Es ist klar, dass es jetzt darum gehen muss, einen modernen Staatsforstbetrieb zu gründen, der nicht nur ökonomisch, sondern vor allem auch ökologisch und sozial vorbildlich wirtschaftet. Dafür muss der Landtag klare Leitplanken formulieren“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Transparenz, Bürgernähe und Ökologie müssen nach Einschätzung des NABU die zentralen Grundwerte eines nachhaltig wirtschaftenden Staatsforstbetriebs sein.
Gleichzeitig fordert der NABU den Gang vor den Bundesgerichtshof: „Der öffentliche Wald ist mehr als tausend Klafter Holz, er ist eine wahre Lebensfreude. Wir brauchen daher eine höchstrichterliche Entscheidung, um endlich abschließend abzusichern, dass dem öffentlichen Wald eine besondere Rolle für Wasser, Boden, Luft und Naturschutz zukommt“, betont Enssle.
Parallel gilt es, sinnvolle Lösungen für die Betreuung mittlerer und kleiner Privat- sowie Kommunalwälder zu entwickeln, die zusammen rund 65 % der Waldfläche im Land ausmachen. Die Lösung für den Kommunal- und Privatwald dürfe nicht zu einem chaotischen Flickenteppich unterschiedlicher Modelle führen. „Um auch in Zukunft hohe ökologische Standards im Waldbau und Waldnaturschutz umzusetzen, braucht es qualifiziertes Personal und eine gute Beratung“, sagt Enssle und ergänzt: „Ein gewisses Mindestmaß an staatlicher Betreuung und Beratung tut unseren Wäldern in Baden-Württemberg gut und stellt zudem sicher, dass die Bürgerinnen und Bürger in Waldfragen klare Ansprechpartner haben.“
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
NABU Baden-Württemberg

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