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Durch Zerstörung des Lebensraums sind Rebhühner stark bedroht.

NABU reicht EU-Beschwerde ein

Anfang Oktober 2020 reichte der NABU eine offizielle Beschwerde gegen Deutschland bei der EU-Kommission ein. Grund ist der drastische Zustand der Rebhuhnpopulation. Seit 1980 sind die Rebhuhnbestände um 91 % zurückgegangen. Seitens NABU ist dieser Zustand auf die fehlgeleitete Agrarpolitik zurückzuführen.

Der drastische Rückgang der Rebhuhnbestände ist nicht nur eine Verlust für alle Menschen, die diesen Vogel nicht mehr erleben können. Er ist vor allem ein Alarmsignal für das Fehlen von Insekten und Wildkräutern in einer zu intensiv genutzten Agrarlandschaft.

Schaffung von Wildlebensraum

Mittlerweile ist durch viele Studien bekannt geworden, mit welchen Maßnahmen man das Rebhuhn retten kann. Eine wichtige Maßnahme ist laut NABU, die Schaffung von neuem Lebensraum für Rebhühner durch ländliche Artenvielfalt. Diese könne erreicht werden, wenn 10 % der Agrarlandschaft als Wildlebensraum zur Verfügung stünden.

Wichtige Schutzmaßnahmen

Nach Berechnungen des NABU bräuchte es für einen guten Erhaltungszustand wieder mindestens 335.000 Rebhuhn-Paare. Bereits heute setzen die Bundesländer erste spezifische Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn um. Um damit alleine die Art zu retten, müssten diese aber auf einer mindestens zwanzigmal größeren Fläche umgesetzt werden. Die im Oktober anstehenden Abstimmungen der Agrarminister und des Europaparlaments über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bieten die Chance, dies EU-weit festzulegen.

 

Hier können Sie die EU-Beschwerde in voller Länge lesen. (englisch) 

Mehr über das Rebhuhn erfahren Sie hier

Auch auf unserer Homepage können Sie einige interessante Beiträge zum Rebhuhn lesen. 

Quelle: NABU/ Red.

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