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Die Kernzone des Biosphärenerservates Schwarzwald wurde erweitert. Sie umfasst nun 2.094 ha.

Biosphärengebiet Schwarzwald wird erweitert

Die Kernzone des Biosphärengebiets Schwarzwald wird um 200 ha erweitert. Dabei handelt es sich v.a. um Waldflächen, die ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden müssen. In der umgebenen Pflegezone kann und soll dagegen naturschonend und nachhaltig gewirtschaftet werden. Insgesamt umfasst die erweiterte Kernzone 2.094 ha.

Zu der neuen Kernzone gehören acht Bannwälder im Staatswald auf den Gemarkungen der Gemeinden Oberried und Ibach sowie der Stadt Wehr. Außerdem wird zur Abpufferung der neuen Kernzonenfläche auf der Gemarkung der Gemeinde Wehr eine Fläche von 15 ha als Pflegezone ausgewiesen. Der Umweltminister von Baden-Württemberg Franz Untersteller unterzeichnete am 25. Februar in Stuttgart die Verordnung zur Erweiterung des insg. 63.000  ha Biosphärengebietes.

Stärkung des Biosphärengebiets Schwarzwald

„Das Biosphärengebiet Schwarzwald hat sich nach seiner Ausweisung vor knapp drei Jahren und der internationalen Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat im Jahr 2017 als Modellregion für den gelebten Einklang von Landnutzung, Naturschutz und Tourismus etabliert“, sagte Untersteller. „Es lohnt sich, diese Natur- und Kulturlandschaft mit ihrem Reichtum an Pflanzen und Tieren zu schützen und weiterzuentwickeln. Die Erweiterung der Kernzone um sensible Wälder in Oberried, Ibach und Wehr ist ein weiterer wichtiger Schritt zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Stärkung des Biosphärengebiets.“

Durch die Einbeziehung der Bannwälder umfassen die Kernzonen nun 3,3 % der Gesamtfläche des Biosphärengebiets Schwarzwald. „Damit erfüllen wir die Anforderungen der UNESCO vorbildlich. Neben der Artenvielfalt profitieren von den Kernzonen auch Bildung und Wissenschaft, denn die entstehende Wildnis soll auch beobachtet und erforscht werden“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Sie verwies auf das laufende Biosphären-Projekt „Heimspiel für die Wildnis“ in Kooperation mit dem WWF und dem Sportclub Freiburg. Kern dieses Vorhabens sei ein Wildnispfad, auf dem Kinder und Erwachsene die „Urwälder von morgen“ erleben können. Der Weg werde in diesem Jahr in einer Kernzone des Biosphärengebiets eingerichtet. Darüber hinaus sei in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg ein Kernzonen-Monitoring angelaufen. Die Verordnung zur Erweiterung des Biosphärengebietes wird voraussichtlich Mitte April 2019 in Kraft treten.

 

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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