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NABU und BUND fordern Nationalpark Teutoburger Wald

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dazu auf, grünes Licht für einen zweiten Nationalpark in Nordrhein-Westfalen zu geben. In einem gemeinsamen Brief forderten NABU-Präsident Olaf Tschimpke und BUND-Vorsitzender Hubert Weiger die rot-grüne Landesregierung auf, sich in der kommenden Legislaturperiode dafür einzusetzen, den Teutoburger Wald zum Nationalpark zu erklären und so einen wichtigen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt zu leisten.

Für die Gründung des Nationalparks wurden in den vergangenen Jahren wichtige Vorarbeiten geleistet. Das geplante Gebiet mit 5.127 ha Buchenwald-Lebensraumtypen liegt in den Kreisen Lippe, Höxter und Paderborn, ist wenig zersiedelt und nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU geschützt. Die international herausragende Bedeutung des Teutoburger Waldes für den Naturschutz liegt in der Verbindung der Wälder mit Felsen und Höhlen sowie großflächigen Sandböden im Mittelgebirge. „Alte und naturnahe Buchenwälder, wie der Teutoburger Wald, gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen der Welt.

Wie bei allen Gründungen von Nationalparks gäbe es, so die Verbandsvorsitzenden, auch in der Region Ostwestfalen-Lippe Befürchtungen in der Bevölkerung. Nationalparkgegner versuchten mit vielfach unzutreffenden Argumenten, insbesondere hinsichtlich der Gefährdung der Holz- und Möbelindustrie, die Menschen weiter zu verunsichern. Dabei kaufe die Möbelindustrie ihr Holz global ein. Für lokal einkaufende kleine Sägewerkbetriebe stünden nach Gründung des Nationalparks von 109.000 ha zudem noch über 102.000 ha Wald zur Verfügung.

Um den Nationalpark zu ermöglichen empfehlen BUND und NABU, ihn ausschließlich auf Landesflächen zu gründen. Außerdem wäre es zu begrüßen, wenn Teilflächen, die derzeit noch von den britischen Streitkräften genutzt werden, schon vor deren Abzug in den Nationalpark einbezogen werden könnten.

NABU

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