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NABU Baden-Württemberg fordert besseren Horstbaumschutz

Der Landesverband Baden-Württemberg des Naturschutzsbundes Deutschland (NABU) fordert einen besseren gesetzlichen Schutz für die Horste von Greifvögeln und Storcharten in baden-württembergischen Wäldern. Mit einer Resolution haben die Teilnehmer der NABU-Frühjahrskonferenz in Stuttgart am 18. April die Landesregierung und die Landtagsfraktionen aufgerufen, bei der aktuellen Überarbeitung des Landesnaturschutzgesetzes entsprechende Regelungen einzuführen.
Kern der NABU-Forderung ist, dass Bäume, auf denen sich Horste (also Greifvogel- oder Storchennester) befinden, nicht mehr gefällt werden dürfen – auch, wenn der Horst aktuell nicht besetzt ist. „Greifvögel kommen oftmals nach einer zwei- oder dreijährigen Pause wieder auf verlassene Horste zurück, um dort zu brüten“, erklärt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. Mehrere ostdeutsche Bundesländer haben das in ihren Naturschutzgesetzen bereits verankert.
Dem NABU gehe es explizit nicht darum, den Ausbau der Windenergie durch höhere Auflagen zu erschweren. Da ein besserer Horstbaumschutz insbesondere windkraftsensible Greifvogelarten und Storcharten fördert, würden deren Bestände stabilisiert und Verluste an Windrädern könnten besser verkraftet werden. „Unser Vorschlag zum Horstbaumschutz dient den Vögeln und zugleich dem Ausbau der Windkraft“, sagt Baumann.
NABU Baden-Württemberg

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