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Teil 1

BWB 2007: Das mussten Teilnehmer der Kategorie Forstwirtschaft wissen, Teil 1

Forstwirte begründen, schützen und pflegen Waldbestände und führen alle Aufgaben aus, die zur Erhaltung und Nutzung des Waldes erforderlich sind. Beim Berufswettbewerb 2007 mussten die Teilnehmenden unten aufgelistete Fragen beantworten.

Für die berufstheoretischen Fragen, Rechnen und Schriftverkehr hatten die Teilnehmenden des Bundesentscheides 60 Minuten Zeit und konnten maximal 100 erreichen. Die Benutzung von Taschenrechnern war erlaubt. Bei allen Lösungen musste der Rechenweg aufgezeigt werden. Ansonsten erfolgten Punktabzüge.

Themenkomplex: Im Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Aue“ im Forstamt Koblenz musste auf Grund von Pappelsterben eine Fläche abgestorbener Bäume eingeschlagen werden. Der Schlagabraum liegt noch unbearbeitet auf der Fläche. Der Standort zeigt folgende Merkmale:

  • gut mit Wasser versorgter Boden ohne Staunässe
  • gute Basen- und Nährstoffversorgung
  • gute Bodendurchlüftung
  • nur bedingt mit Maschinen befahrbar
  • am Rand der Fläche verläuft ein Altarm des Rheins

Ziel: Wiederaufforstung mit standortgerechten Baumarten unter Berücksichtigung der Belange und Anforderungen des Naturschutzes.

1. Aufgabe: Entscheiden Sie sich für eine geeignete Maßnahme der Schlagabraumbehandlung und begründen Sie Ihre Entscheidung.

2. Aufgabe: Die Aufforstungsfläche weist folgende Form auf. Die blaue Linie in der Graphik stellt einen Altarm des Rheins dar.

a) Wie groß ist die Fläche in ha? 
b) Die Fläche soll gezäunt werden. Wie viel laufende Meter Zaun werden benötigt? Eine Seite ist bereits gezäunt. (siehe Skizze)
c) Wie viele Zaunpfähle werden benötigt, wenn der Abstand 5 m betragen soll? 

3. Aufgabe: Schlagen Sie 5 geeignete Baumarten für diesen Standort vor.

4. Aufgabe: Berechnen Sie die notwendige Pflanzenzahl für die Aufforstung bei einem Pflanzverband von 2 m x 1 m. Beachten Sie, dass entlang des Altarmes eine uferbegleitende Bepflanzung im Verband 2 m x 2 m auf einer Länge von 90 m und einer Breite von 15 m erfolgen soll. 

5. Aufgabe: Zur Wiederaufforstung benötigen Sie hochwertiges Pflanzgut. Nennen Sie 5 Qualitätskriterien, die an die Pflanzen zu stellen sind. 

6. Aufgabe: Die Pflanzen werden eine Woche vor dem Pflanztermin geliefert und müssen eingeschlagen werden. Nennen Sie 5 Punkte, welche beim Pflanzeneinschlag zu beachten sind.

7. Aufgabe: Der Revierleiter hat sich für eine Pflanzengröße von 50 – 80 cm (1/2) entschieden. a) Wählen Sie ein geeignetes ergonomisch günstiges Pflanzverfahren aus und beschreiben Sie dieses. b) Erläutern Sie „Nacktwurzler“ und den Begriff „1/2“. c) Einige Pflanzen wurden vegetativ vermehrt. Erläutern Sie dieses.

8. Aufgabe: a) Mit welchen biotischen Schäden ist auf dieser Fläche zu rechnen? Nennen Sie 4 Schäden. b) Nennen Sie 3 forstlich bedeutsame Mäusearten. c)Welche Schäden werden durch die Mäuse verursacht?

9. Aufgabe: Auf der Fläche ist sehr viel liegendes und stehendes Rest- und Totholz verblieben. Erläutern Sie dessen ökologische Bedeutung.

10. Aufgabe: Im Landschaftschutzgebiet sind Hecken ein wichtiger Bestandteil des Landschaftsbildes. a) Nennen Sie 5 Funktionen der Hecken. b) Nennen sie 3 Gründe warum eine Hecke gepflegt werden muss. c) Nennen Sie 4 Punkte, die bei der Durchführung der Heckenpflege zu beachten sind.
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Hier gehts zum Teil 2 der BWB-Fragen 2007

 

BWB 2009: Video: Nach dem Studium Oberförster werden

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