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Münchener Universitätswald wieder bei der Forstfakultät

Münchener Universitätswald wieder bei der Forstfakultät

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und die Technische Universität München (TUM) haben sich Ende Dezember 2013 auf eine gemeinsame Lösung für die Nutzung des Universitätswaldes der LMU bei Landshut geeinigt: Prof. Dr. Thomas Knoke, Professor für Waldinventur und nachhaltige Nutzung an der Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU, wird die Leitung des Forstbetriebes übernehmen.In einer Prüfungsmitteilung des Bayerischen Obersten Rechnungshofs waren 2012 ineffektive und intransparente Strukturen bei der Betriebsleitung moniert worden. Im Detail wurde der Prüfungsbericht nie veröffentlicht. Die bekannt gewordenenen Vorwürfe haben sich zwischenzeitlich jedoch sämtlich als haltlos erwiesen. Insbesondere die Studenten der TU, für die der Uniwald ein wichtiges Übungs- und Prüfungsgebiet ist, liefen gegen die Entscheidung Sturm, den Betrieb künftig ausschließlich durch den Revierleiter führen zu lassen und damit faktisch der Fakultät zu entziehen. Sie hatten deshalb eine Petition an das Bayerische Staatsministerium ins Leben gerufen, der jetzt weitestgehend entsprochen wird.Die Übergabe der Betriebsleitung ist für April 2014 geplant. Bis dahin wird eine neue Nutzungsvereinbarung zwischen beiden Universitäten abgeschlossen und die Rahmenbedingungen für die Betriebsleitung zwischen Professor Knoke und der LMU geregelt.Im Zuge eines Fakultätentausches zwischen der LMU und der TU 1999 war die damalige Forstwissenschaftliche Fakultät zur TU gekommen. Der ausdrücklich zu Forschungszwecken gestiftete Wald verblieb jedoch bei der LMU. Kein Geringerer als der  Kurfürst Max I. hatte 1802 im Zuge der Säkularisation der damals in Landshut ansässigen Landesuniversität Besitzungen des Klosters Seligenthal übereignet und im Jahr 1815 per Dekret verfügt: „Die Inspektion über die Waldungen der Universität soll dem Professor der Forst- und Landwirthschaft übertragen werden…“ Diesem Willen wird demnach bald wieder entsprochen.

Landshuter Zeitung/Red.

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