Forstbetrieb

Mountainbike-Trails: SHLF verurteilen Selbstjustiz im Reinbeker Wald

Bearbeitet von Jörg Fischer

Seit der Sperrung der illegalen Mountainbike-Trails in der schleswig-holsteinischen Försterei Reinbek vor einigen Wochen, spitzt sich die Lage im Reinbeker Wald zu: Einige Mountainbiker nutzen weiterhin die illegal angelegten Trails, zerstören mutwillig Absperrungen und Schilder und gefährden den alten Waldstandort. Das hat jetzt Unbekannte dazu bewegt, Dachpappnägel auf den illegalen Trails auszubringen.

Von den Bikern zerstörte Absperrung im Reinbeker Wald
Von den Bikern zerstörte Absperrung im Reinbeker Wald
Foto: SHLF

„Wir verurteilen das Verhalten beider Gruppierungen aufs Schärfste und verlangen, sowohl den Vandalismus als auch das Ausbringen von Dachpappnägeln oder anderer lebensgefährlicher Gegenstände zu unterlassen“, betonte der zuständige Leiter der Försterei Reinbek bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF), Maximilian Scheel, zu den aktuellen Vorkommnissen.

Mit diesen Dachpappnägeln haben Unbekannte versucht, die Mountainbiker an der Nutzung der illegal angelegten Trails zu hindern.
Mit diesen Dachpappnägeln haben Unbekannte versucht, die Mountainbiker an der Nutzung der illegal angelegten Trails zu hindern.
Foto: SHLF

Mountainbike-Trails befinden sich in historisch altem Wald

Die in der Försterei Reinbek illegal errichteten Mountainbike-Trails betreffen einen historisch alten Waldstandort, der besonders schützenswert ist. Das unterbindet nicht nur die weitere Nutzung dieser Trails, sondern verhinderte auch einen kürzlich angefragten alternativen Mountainbike-Trail.

Auch für Wildtiere können die großflächig gestreuten Dachpappnägel gefährlich sein.
Auch für Wildtiere können die großflächig gestreuten Dachpappnägel gefährlich sein.
Foto: SHLF

„Wir haben für die Sperrung sehr großen Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten, und fairerweise muss man erwähnen, dass auch einige Mountainbiker ihr Verständnis für diese Entscheidung geäußert haben. Umso mehr entsetzt es uns jetzt, dass es offensichtlich auf beiden Seiten Unverbesserliche gibt, die im Glauben sind, Selbstjustiz führe zu einem Ergebnis“, so Scheel weiter. Der Förster nimmt damit auch Bezug auf Bedrohungen, die einige Erholungssuchende im Wald erfahren mussten, als sie Mountainbiker auf die Sperrungen hinwiesen.

„Auch der Wald ist kein rechtsfreier Raum. Wir werden jedes illegale Verhalten zur Anzeige bringen“, sagte Scheel und fügt hinzu: „Die Polizei ist bereits informiert. Wir werden sehr aufmerksam die weitere Situation verfolgen.“

Quelle: SHLF