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Stiftung UmWald startet Moor-Renaturierung im Mankmooser Holz

Stiftung UmWald startet Moor-Renaturierung im Mankmooser Holz

Am 16. April 2012 kam es im Naturparkzentrum Sternberger Seenland in Warin zur Vertragsunterzeichnung für das Moor-Renaturierungsprojekt Mankmooser Holz, gelegen im Forstamt Schlemmin, zwischen dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern, den Stadtwerken Schwerin und der Stiftung UmWald.
Mecklenburg-Vorpommern gehört mit einer Moorfläche von 300000 ha zu den moorreichsten Bundesländern. Während intakte Moore auf natürliche Weise Kohlenstoff speichern und den CO2-Anteil in der Luft reduzieren, sind trockengelegte Waldmoore Klimakiller. Der oxidative Torfabbau unter Wasserentzug setzt bis zu 35 t Kohlendioxidäquivalente je Hektar und Jahr frei. Die Wiedervernässung dieser Moore und die dadurch erreichte drastische Reduzierung der Co2-Freisetzung ist eines der Anliegen der Stiftung UmWald, die mit den Stadtwerken Schwerin einen ersten umweltbewussten Partner ins Boot holte. Das beispielhafte Engagement des Schweriner Energieversorgers ist ein „anfassbares“ Projekt. Bei der Moorrenaturierung des „Mankmooser Holzes“ im Osten Nordwestmecklenburgs, welches ein Areal von etwa 13 ha umfasst, wird ein sehr seltenes Quell-, Durchströmungs- und Versumpfungsmoor mit 25000 € Investitionsvolumen wiederhergestellt.

Minister Dr. Till Backhaus würdigte das umweltbewusste Engagement der Stadtwerke als Beitrag zum Klimaschutz und zur Regenerierung wichtiger natürlicher Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Wolf verdeutlichte diese Maßnahmen gleichwohl, dass jeder mitwirken kann. Reinhard Hube, Vorsitzender der Stiftung UmWald, freute sich über eine gelungene Partnerschaft der Stiftung mit den Stadtwerken Schwerin, die sich in Form dieses erlebbaren Projektes für weitere Nachahmer anbietet.

Als Auftragnehmer wird die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern dafür sorgen, dass dieses Moor in zwei bis fünf Jahren voll renaturiert ist. Dann werden Infotafeln oder ein Lehrpfad dieses Natur- und Umweltschutzprojekt erlebbar machen.

UP Schwarz/NWM

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