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Möbelindustrie: Unsicherheit durch steigende Rohstoffpreise

Die deutsche Möbelindustrie hat im Jahr 2010 wieder ein leichtes Umsatzwachstum von voraussichtlich rund 2 % erzielt, konnte damit aber die Krisen bedingten Verluste noch nicht ausgleichen. Noch braucht es mindestens drei weitere positive Möbeljahre, um die Umsatzrückgänge im Krisenjahr 2009 von gut 11 % zu kompensieren. So die Einschätzung des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie e.V. (VDM) von Januar 2011.

2010 kamen wieder positive Impulse aus dem Ausland. Der Export legte von Januar bis Oktober um 8,5 % zu, wobei der europäische Markt mit +5,4 %anstieg. Erfolge konnte die deutsche Möbelindustrie v.a. in Frankreich (+18,2 %), in der Schweiz (+12,7 %) und in Russland (+18,2 %) erzielen. Wachsende Märkte sind China (+35 %) und die Türkei (+74,6 %). 
 
Fast doppelt so stark wie der Export stieg der Import von Möbeln nach Deutschland an. Hier wurden zwischen Januar und Oktober 2010 zusätzliche Werte von 15,1 % importiert. Die Ware kam überwiegend aus Polen (+14,3 %) und China (+32,7 %). 
 
Für das Jahr 2011 erwartet der VDM eine weitere moderate Steigerung der Umsätze um etwa 2 bis 3 % erwartet für die deutsche Möbelindustrie. Zu den Unsicherheitsfaktoren gehören weiterhin die steigenden Rohstoffpreise. Dies betrifft alle Segmente und erfasst neben Holz bzw. Holzwerkstoffen auch die Bereiche Bezugsstoffe, Beschläge, Lacke, Kleber und Verpackung. An der Weitergabe der Materialpreissteigerungen führt 2011 kein Weg vorbei.

VDM

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