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Möbelindustrie in Deutschland wächst im 1. Halbjahr 2017

Im ersten Halbjahr 2017 lagen die Umsätze der deutschen Möbelindustrie bei rund 9 Mrd. € und damit um 0,5 % über dem Vorjahreszeitraum. Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 mit einem Umsatzplus von 3,2 % konnten somit die guten Vorjahresergebnisse noch einmal leicht übertroffen werden.

Als wichtige Umsatzstütze für unsere Hersteller erwies sich im laufenden Jahr das Auslandsgeschäft. Der Auslandsumsatz der deutschen Möbelhersteller stieg im ersten Halbjahr um 1,7 % und damit wesentlich stärker als der Inlandsumsatz, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnierte. Fast ein Drittel der deutschen Möbelexporte wird in Nicht-EU-Ländern abgesetzt.

Der Absatz in die EU-Länder entwickelte sich mit einem Minus von 1,7 % deutlich schwächer als die gesamten Exporte. Zwar konnten die Ausfuhren in den wichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie nach Frankreich um 1,6 % gesteigert werden, auch der polnische (+9 %), der tschechische (+2,9 %) und der dänische Markt (+5,4 %) entwickelten sich aus Sicht der deutschen Möbelindustrie positiv. Jedoch waren die Möbelausfuhren in so wichtige Absatzmärkte wie Österreich (-3,7 %), die Niederlande (-3,5 %) und Belgien (-1,3 %) rückläufig. Die Möbelausfuhren nach Großbritannien reduzierten sich von Januar bis Mai um 2 %.

Auch die Möbelexporte in Richtung USA gingen nach einem kräftigen Wachstum in den vergangenen Jahren zurück (-1,3 %). Mehr Möbel konnten nach China (+27,6 %) und nach Indien (+32 %) geliefert werden.

Die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der von den heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche – kletterte im ersten Halbjahr auf 32,2 % und erreichte damit einen neuen Rekordwert (1. Halbjahr 2016: 31,7 %). Seit der Jahrtausendwende konnte die Exportquote in der Möbelindustrie damit mehr als verdoppelt werden.

Verband der Deutschen Möbelindustrie/Red.

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