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Modelle für ein Waldmanagement der Zukunft

Das Projekt „Alternative models and robustdecision-making for future forest management (ALTERFOR)“ läuft von April 2016 bis September 2020 und wird von der Europäischen Union gefördert. Die Göttinger Forstwissenschaftler Prof. Dr. Max Krott und Dr. Michael Böcher sind an dem internationalen Verbundprojekt beteiligt.

Wälder spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, in Europa ist das jeweilige Forstmanagement jedoch überwiegend national und regional geprägt. Unklar ist auch, ob die bisherigen Methoden zum Erhalt und zur Entwicklung der Wälder den Herausforderungen des 21. Jahrhundert gewachsen sind.
Die Göttinger Forstwissenschaftler Prof. Dr. Max Krott und Dr. Michael Böcher sind an einem internationalen Verbundprojekt beteiligt, in dem neue Modelle des Forstmanagements entwickelt und in repräsentativen Regionen Europas getestet werden. Das Projekt „Alternative models and robust decision-making for future forest management (ALTERFOR)“ wird von April 2016 bis September 2020 von der Europäischen Union mit insgesamt knapp 4 Mio. € gefördert. Die Göttinger Forstwissenschaftler erhalten davon für ihr Teilprojekt mehr als 350.000 €, um eine Strategie für einen effektiven Wissenstransfer in die Praxis auszuarbeiten.
Neue Ansätze des Waldmanagements
Am Projekt ALTERFOR unter der Leitung der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften sind Experten aus Wissenschaft und Praxis aus 11 europäischen Ländern beteiligt. Sie wollen neue Ansätze des Waldmanagements entwickeln, die der zunehmenden Nutzung von Bioenergie, dem Klimawandel, der dynamischen Entwicklung globaler Märkte und der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung von Wald Rechnung tragen. Zudem soll ein gemeinsamer Plan entwickelt werden, wie diese Ansätze angesichts der großen Vielfalt an Konzepten des Waldmanagements und der sozio-ökologischen Rahmenbedingungen in Europa erfolgreich umgesetzt werden können.
Transfer wissenschaftlicher Modelle in die forstliche Praxis

Das Göttinger Teilprojekt leitet Prof. Dr. Max Krott vom Burkhardt-Institut, Abteilung Forst- und Naturschutzpolitik und Forstgeschichte. „Wir wollen Strategien für einen erfolgreichen Transfer der wissenschaftlichen Modelle in die forstliche Praxis entwickeln“, so Prof. Krott. „Dafür ist es wichtig, die Forschungsergebnisse mit den Interessen der jeweiligen Akteure zu verknüpfen.“

Das Projektteam besteht aus mehr als 60 Wissenschaftlern und Vertretern aus Forstverbänden und -organisationen. Es wird beraten von einem Beirat mit Experten aus den USA, Schweden, Neuseeland und von den Vereinten Nationen.
 

Georg-August-Universität Göttingen

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