Holzenergie

Mobil und dezentral: Wasserstoff aus Holzpellets

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Die BtX Energy GmbH und A.H.T. Syngas Technology N.V. haben einen positiven Förderbescheid des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für das gemeinsame F&E-Verbundvorhaben „BiDroGen“ erhalten. Es geht um die Abscheidung von Wasserstoff aus Holzpellets.

Das Verbundvorhaben zielt darauf ab, eine containerisierte Lösung zur dezentralen Erzeugung von Wasserstoff aus pelletierten Holz-Reststoffen bis zur Marktreife zu entwickeln. Die Grundlagen des Projektes sind die bestehende Vergasertechnologie der BtX mit extrem sauberem Produktgas – und die Ferro-Hy-Tunnel (FHT)–Wasserstoff-Separation zur Abscheidung von reinem Wasserstoff aus Mischgasen.

Hoher Wirkungsgrad

Dieses Projekt baut auf einem anderen beantragten Vorhaben mit der TH-Köln auf, in dem die optimalen Parameter für die kontinuierliche, effektive Abscheidung von H2 aus Gasgemischen systematisch untersucht werden.

Ziel dieses Projektes ist es, den Wasserstoffgehalt des aus Pellets produzierten Holzgases durch den Einsatz von Shift-Katalysatoren zu maximieren, die Gasreinheit für die folgenden Prozesse zu garantieren und die H2-Abspaltung aus dem Produktgasstrom zu ermöglichen.

Auf diese Weise soll hochreiner Wasserstoff aus pelletiertem Restholz gewonnen werden. Je nach Gasqualität kann aus 12 – 15 kg Holz ein Kilogramm reiner Wasserstoff gewonnen werden. Das entspricht einem Wirkungsgrad von über 50 % – deutlich mehr als jeder Verbrennungsmotor und dabei vollständig erneuerbar.

Dezentrale, mobile Lösung

Bei einer erfolgreichen Realisierung steht eine mobile Containerlösung zur Verfügung, die es erlaubt, dezentral grünen Wasserstoff zur Verfügung zu stellen.

Der Bereich zur Produktion von Wasserstoff aus Biomasse habe besonders im ländlichen Bereich großes Potential, vor allem als Alternative zur Wasserstoff-Produktion mit elektrischem Strom, sind die CEOs Andy Gradel (BtX) und Gero Ferges (A.H.T.) überzeugt.

So könne man die „Henne-Ei-Problematik“ durchbrechen, so Ferges weiter: Kommunen könnten sofort wasserstoffbetriebene Fahrzeuge anschaffen, obwohl es noch keine Wasserstofftankstelle in der Region gibt. Der als Ziel definierte Holzpellets-zu-Wasserstoff-Container werde transportabel sein und stelle für eine Übergangszeit oder als Dauerlösung hochreinen Wasserstoff bereit.

Die Gesamtfördersumme des BMWi für das „Holz zu Wasserstoff“-Projekt BiDroGen liegt bei 630.800 €.

Quelle: BtX Energy GmbH